Suchen

Mit strukturiertem TAK-Angebot zum Oldtimer-Abschluss

| Autor: Steffen Dominsky

Die Akademie Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe deckt mit ihrem Trainingsangebot die moderne Automobiltechnik ab. Doch auch für Young- und Oldtimer hat die Bildungseinrichtung des Kfz-Gewerbes einiges zu bieten, wie TAK-Geschäftsführer Rüdiger Semper verrät.

Firmen zum Thema

Rüdiger Semper, Geschäftsführer der Weiterbildungsakademie TAK, legt einen Fokus auf Old- und Youngtimer-Kompetenzen.
Rüdiger Semper, Geschäftsführer der Weiterbildungsakademie TAK, legt einen Fokus auf Old- und Youngtimer-Kompetenzen.
(Bild: Büttner / »kfz-betrieb«)

Die TAK bietet neuerdings das Seminar „Servicespezialist Oldtimer und Youngtimer“ an. Wie groß ist die Nachfrage nach Schulungen im Old- und Youngtimerbereich?

Generell besteht eine hohe Nachfrage. Anders als bei unseren sonstigen Seminaren werden im Vorfeld oft konkrete Fragen zu den Inhalten und zur Vita der Referenten gestellt. Es wird erwartet, dass in unseren Seminaren kein angelesenes Wissen, sondern echtes Know-how vermittelt wird.

Woher kommt die steigende Nachfrage, und aus welcher Art von Betrieben kommen die Interessenten?

Der Old- und Youngtimermarkt erlebt, beflügelt durch die anhaltend niedrigen Zinsen, derzeit einen weiteren Aufschwung. Hieraus resultiert eine hohe Nachfrage von Servicebetrieben, die in der Lage sind, die ältere Technik zu beherrschen. Besonders aus freien Kfz-Betrieben wird das Interesse an entsprechenden Seminaren laut.

Wie viele Seminare für das Classic Business hat die TAK überhaupt im Angebot, und welche Bereiche deckt sie damit ab?

Zurzeit bieten wir insgesamt sieben ganz unterschiedliche Themen an. Angefangen vom „Einstieg in den Oldtimer-/Youngtimermarkt“ über „Die Sachverständigentätigkeit“ bis hin zur „Restaurierungsethik in der Werkstattpraxis“.

Könnten sich Kfz-Betriebe mithilfe des TAK-Angebots ein ausreichendes Oldtimer-Know-how aufbauen, etwa um in ein neues Geschäftsfeld einzusteigen?

Die TAK-Seminare bieten interessierten Kfz-Betrieben die Möglichkeit, sich betriebswirtschaftlich, strategisch und technisch auf das Geschäftsfeld vorzubereiten. Auch im Hinblick auf eine geforderte Reparaturethik zur Gewährleistung guter Werteentwicklung der Fahrzeuge informieren unsere Seminare.

Gibt es Ihres Wissens Fortbildungsmöglichkeiten und anerkannte Abschlüsse im Bereich Old- und Youngtimer neben den TAK-Seminaren?

Natürlich gibt es eine Reihe anderer Seminaranbieter. Unser Ziel ist es allerdings, ein strukturiertes Angebot zu liefern mit einem anerkannten Abschluss. Daran arbeiten wir im Moment.

Wie wird sich die Nachfrage nach Fachkräften im Classic-Bereich Ihrer Ansicht nach entwickeln?

Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften ist eindeutig steigend. Kfz-Techniker, die nach 1980 geboren wurden, haben in ihrer Berufsausbildung viele für den Service an Old- und Youngtimern erforderliche Kenntnisse nicht mehr erlernt.

Lässt sich der Wissensverlust in der Werkstatt durch das Ausscheiden älterer Kollegen überhaupt mit Seminaren kompensieren, oder müssen die Betriebe intern den Wissenstransfer sicherstellen?

Die Erfahrung altgedienter Kfz-Mechaniker und Kfz-Elektriker – damals wurden die Berufsfelder ja noch getrennt ausgebildet – ist von großer Bedeutung. Entsprechend wichtig ist es, frühzeitig dafür zu sorgen, dass dieses Fachwissen erhalten bleibt und rechtzeitig an die nächste Generation weitergegeben wird. Um vergleichbare Erfolge durch Seminare zu erreichen, müssen diese über einen längeren Zeitraum und mit einem besonders hohen Praxisanteil ausgelegt sein.

Eine Übersicht über alle aktuell angebotenen Klassik-Seminare finden Sie auf der Webseite der TAK.

(ID:45173825)

Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "bike & busines", "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group