Mitsubishi: Feuer frey
Seit die Emil-Frey-Gruppe das Ruder bei Mitsubishi Deutschland übernommen hat, geht es für die Marke steil bergauf. Das soll auch in Zukunft so weitergehen, die Ziele sind ehrgeizig. Auf dem Weg zu neuen Höhen liegt aber noch so mancher Stolperstein.

Zu gern hätte ich das Jahr 1990 miterlebt. Leider habe ich es um zwei Jahre verpasst, dass Deutschland wieder zu einem Land und Fußball-Weltmeister wurde. Schade drum. So mancher alteingesessene Mitsubishi-Händler wird mit Sicherheit auch aus anderen Gründen gern an 1990 zurückdenken: 73.845 Pkw-Neuzulassungen, fast 2,5 Prozent Marktanteil – Mitsubishi war in Deutschland eine echte Hausnummer. Der Rest ist Geschichte: Mit wenigen Ausschlägen nach oben ging es immer weiter bergab. Der Tiefpunkt war dann 2013 erreicht: Gerade mal noch 21.141 Autos der Japaner kamen damals in Deutschland neu auf die Straße.
Es folgte der Auftritt der Emil-Frey-Gruppe. Der Schweizer Handelsriese übernahm im Februar 2014 als Importeur das Ruder bei der strauchelnden Marke – und arbeitet seitdem konsequent an einer mittelgroßen Aschenputtel-Geschichte. Von 24.131 Einheiten 2014 über 34.443 (2015) und 37.228 (2016) hin zu 43.367 Neuzulassungen im vergangenen Jahr – Mitsubishi Deutschland ist es in nur vier Jahren gelungen, den eigenen Absatz mehr als zu verdoppeln. Und das, obwohl der japanische Hersteller in jenem Zeitraum bis auf den Plug-in-Hybrid Outlander kein komplett neues Auto aus dem Hut zauberte.
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