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Mitsubishi: Händler warten auf Informationen zu neuen Modellen

| Autor: Yvonne Simon

Wann wirft die Allianz mit Renault und Nissan ein Modell für Mitsubishi ab? Das war eine der Fragen, die den Partnerverband rund um Sprecher Guido Riemann auf der Mitgliederversammlung in Flörsheim bewegten. Der Importeur hofft, bald eine Antwort liefern zu können.

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Freut sich über die nach wie vor gute Zusammenarbeit mit dem Importeur: Guido Riemann, Vorstandssprecher des Verbands der Mitsubishi-Vertragspartner Deutschlands.
Freut sich über die nach wie vor gute Zusammenarbeit mit dem Importeur: Guido Riemann, Vorstandssprecher des Verbands der Mitsubishi-Vertragspartner Deutschlands.
(Bild: Simon/»kfz-betrieb«)

Mitsubishi surft in Deutschland weiterhin auf der Erfolgswelle – entsprechend entspannt ist die Stimmung im Händlernetz. „Keiner kann sich zur Zeit wirklich beschweren“, sagte Guido Riemann, Vorstandssprecher des Verbands der Mitsubishi-Vertragspartner Deutschlands am Donnerstag auf der Versammlung des Vereins in Flörsheim, „Wir wachsen weiterhin kontinuierlich entgegen dem Branchentrend.“

Ein Selbstläufer sei der Erfolg jedoch nicht, er beruhe unter anderem auf dem regelmäßigen, konstruktiven Austausch zwischen Verband und Importeur. Und naturgemäß gibt es auch aktuell das eine oder andere Thema, das den Händlern unter den Nägeln brennt. Da ist zum Beispiel die Frage, wann die Allianz mit Renault und Nissan endlich neue Produkte für Mitsubishi abwirft.

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Auf konkrete Informationen zur künftigen Modellpolitik müssen die Partner allerdings vorerst weiter warten. Fest steht nur, dass im Laufe des weiteren Jahres zum Outlander Plug-in-Hybrid ein weiteres elektrifiziertes Modell hinzukommen soll.

CO2-Strafen: Hersteller ist gefragt

Angesprochen auf die Allianz, deren kleinstes Mitglied Mitsubishi ist, betonte Importeurschef Kolja Rebstock, dass Nissan und Renault zunächst einmal Wettbewerber seien. Wann es ein neues Modell gebe, habe der Hersteller dem Importeur gegenüber noch nicht kommuniziert. Man könne aber sicher sein, dass es sich – wenn es denn so weit ist – um einen „lupenreinen Mitsubishi“ handeln werde. Nähere Informationen zu künftigen Modellen hofft Mitsubishi Deutschland auf dem „Global Distributors Meeting“ nach der Tokyo Motor Show im Herbst zu erhalten.

Interessant wäre ein Modellausblick auch im Hinblick auf die CO2-Strafzahlungen, die Herstellern ab 2021 in der EU drohen. Den Flottenzielwert einzuhalten, bezeichnete Rebstock als eine „Riesen-Challenge“, die auf das Fabrikat zukomme. Er verwies aber in dem Zusammenhang darauf, dass man durch Absatzsteigerungen beim Space Star und dem elektrifizierten Outlander einen großen Beitrag geleistet habe – jetzt sei auch der Hersteller dran. Vertriebsleiter Jens Schulz fügte hinzu, dass die Mitsubishi-Partner keine CO2-Quoten zu befürchten hätten, wie sie bei PSA eingeführt werden sollen.

Absatz um drei Prozent gestiegen

Bei den aktuellen Modellen zeigen die Verkaufszahlen währenddessen weiter nach oben. Nach acht Monaten liegt Mitsubishi in diesem Jahr um drei Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im Hinblick auf das Gesamtjahr „wollen wir wieder etwas drauflegen“, so Rebstock. In den Fokus stellte der Importeurschef dabei auch den Erfolg des Outlander Plug-in-Hybrids, von dem die Händler im laufenden Jahr bereits 4.627 Einheiten verkauft haben. „Jeder vierte neuzugelassene Plug-in-Hybrid in Deutschland ist ein Mitsubishi“, freute sich Rebstock.

Dabei fielen nur 15 Prozent der Verkäufe auf die Basisvariante des Teilzeitstromers zurück, die für unter 30.000 Euro beworben wird. Der wesentliche Teil wird also mit höheren Ausstattungen verkauft. „Ich rate Ihnen, verdienen Sie Geld damit“, sagte Guido Riemann an seine Kollegen gerichtet und mahnte in diesem Zusammenhang, dass es nicht zu vertreten sei, wenn ein Mitsubishi zu Ramschpreisen verschleudert werde.

ASX: Bestellungen haben Erwartungen übertroffen

Vereinzelt gibt es derzeit Lieferschwierigkeiten. Einige Partner bemängelten in Flörsheim, dass sie noch kein Fahrzeug der neuen L200-Generation erhalten hätten, während der Pick-up bei anderen Kollegen bereits auf dem Hof stehe. Zudem sei es beim neuen ASX schwierig, an Lagerwagen zu kommen.

Beim L200, so die Antwort des Importeurs, habe die Reederei Schiffe umgeladen gehabt, weswegen es zu Verzögerungen komme. Beim ASX hätten die Bestellungen die Erwartungen übertroffen und die Lagerwagen werden derzeit nach Priorität verteilt. Bis Jahresende sollen aber 3.100 ASX-Einheiten nach Deutschland kommen. Schulz rechnet daher im vierten Quartal mit einer Normalisierung der Situation.

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 Yvonne Simon

Yvonne Simon

Redakteurin Management & Handel