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Mobile.de: „Preisbewertung kommt schrittweise“

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Welche Vorteile kann der Händler aus den neuen Finanzierungsfunktionen ziehen?

Mit dem neuen Angebot bringen wir die Finanzierungsmöglichkeiten an den Point of Sale – also auf unseren Onlinemarktplatz. Auch dieses Angebot bedeutet für Autohäuser, dass wir ihnen heißere Leads auf den Hof bringen. Im Idealfall ersparen wir dem Händler zudem viel Papierarbeit, weil die Kunden ihre Daten schon online eingeben. Diese gehen dann an die Bank zur Prüfung und dann zum Händler.

Was kostet das Angebot die Händler in den unterschiedlichen Tarifpaketen?

Für die Händler ist das Angebot kostenfrei und in allen Paketen verfügbar. In das Abrechnungsmodell beziehen wir die unterschiedlichen Banken ein.

Wie können Händler die Angebote ihrer Hausbanken einbinden?

Das kommt mit der zweiten Ausbaustufe. Dem Händler wird es möglich sein, Kunden die Konditionen seiner Hausbank anzubieten. Die Finanzierungskonditionen des Händlers werden dem Kunden dann zuerst angezeigt, danach weitere Finanzierungsangebote. Wir testen dies derzeit intensiv in einem Pilotprojekt mit der Santander Consumer Bank. An dem Projekt sind rund einhundert Händler beteiligt. Künftig wollen wir alle am Markt aktiven Banken gewinnen. Die Resonanz auf das Angebot ist überaus positiv.

Wie viele Banken konkurrieren auf Mobile.de dann um Endverbraucher?

Die Hausbanken der Händler, die wir gewinnen wollen, und eine Anzahl X anderer Banken, die mit uns kooperieren.

Thema Zukauf: Im Sommer hat Mobile.de seine Ankaufplattform „Motor Verkauf“ gestartet. Wie viele Händler sind mittlerweile an dem Angebot beteiligt?

Unser Ziel ist es, bei diesem Angebot langfristig mit rund 1.000 Händlern deutschlandweit zusammenzuarbeiten, derzeit sind es etwa 600. So erreichen wir eine vollständige regionale Abdeckung und für alle Händler eine attraktive Menge an Fahrzeugen, die sie zukaufen können. Wir könnten mehr Händler einbeziehen. Uns ist es aber wichtig, dem Endkunden eine ideale Qualität zu bieten. Deswegen analysieren wir genau, ob ein Händler für das Angebot infrage kommt. Die Händler müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Besteht bei dem Händler schon ein systematischer Prozess im Zukauf? Ist der Zukauf dort professionell organisiert? Der Zukauf wird in vielen Autohäusern noch immer weitaus stiefmütterlicher behandelt als der Verkauf.

Welches Feedback geben Handel und Verbraucher zu der Ankaufplattform?

Wir bekommen von beiden Seiten positives Feedback. Händler bestätigen uns, dass wir ihnen damit einen Mehrwert bieten. Sie kommen an Fahrzeuge, die ihnen sonst vorenthalten blieben. Auch kommen die meisten Termine, die Kunden für den Verkauf ihres Fahrzeugs anfragen, tatsächlich zustande. Die Leute kommen also wirklich auf den Hof. Und auch von den Endkunden bekommen wir positive Rückmeldungen. Sie empfinden die Fahrzeugbewertung und die Terminvereinbarung auf unserer Seite als einfach.

Wie viele Transaktionen sind schon vollständig über „Motor Verkauf“ abgewickelt worden?

Im Auftaktmonat August haben wir 6.300 Termine vermittelt. Das war ein ordentlicher Start. Wir versuchen, das Produkt über alle Prozesse hinweg zu verbessern. Trade-in – also der Verkauf des Fahrzeugs an einen Händler durch den Endkunden – ist aber nur der Anfang. Unsere Vision ist das sogenannte „Seemless selling and buying“, also ein nahtloser Kauf- und Verkaufsprozess über unseren Marktplatz. Die meisten Leute, die ein Auto verkaufen, kaufen nämlich auch ein neues. Und das wollen wir künftig für den Kunden so unkompliziert wie möglich gestalten.

Händler kritisieren, dass eine zusätzliche Transaktionsstufe wie „Motor Verkauf“ oder ähnliche Plattformen ihre Gewinne schmälern. Was entgegnen Sie dieser Kritik?

Wir geben dem Händler mit der Plattform eine Möglichkeit, regional und überregional an Fahrzeuge zu kommen, die er sonst nicht von Kunden angeboten bekommen würde. Außerdem ist bei vielen Händlern noch kein Prozess für den digitalen Ankauf vorhanden. Im Gegensatz zu anderen Marktteilnehmern nehmen wir dem Handel die Fahrzeuge also nicht weg, sondern schaffen zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten. Wir bedienen hier zudem auf Endverbraucherseite ein Bedürfnis, das der Handel bislang nicht befriedigt. Wir sehen im Handel eine Nachfrage für das Angebot und werden es mit ihm partnerschaftlich ausbauen.

Andere Händler monieren überzogene und nicht marktgerechte Preise, die Mobile.de über „Motor Verkauf“ für Endkundenfahrzeuge verspricht. Die Preise würden Autohäusern bei Interesse eines Kunden an einer Inzahlungnahme lediglich mitgeteilt. Die Betriebe müssten sie dann akzeptieren. Wie bewerten Sie diese Aussagen?

Wir wollen die Preise so gestalten, dass Händler sie den Kunden auch gewähren können. Das testen wir – und wir haben in diesem Bereich bereits viel gelernt. Wir sind hier wesentlich besser als andere Anbieter, die online hohe Preise versprechen und die Kunden dann bei der Fahrzeugbewertung vor Ort an der Station enttäuschen. Aber natürlich müssen auch wir hier gemeinsam mit dem Handel lernen. Wenn der Handel kritisches Feedback gibt, nehmen wir das auf und machen das Produkt besser.

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