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Monroe: Nicht nur den Dämpfer ersetzen

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Defekte oder verschlissene Montageteile für Stoßdämpfer können ebensolche Fahrwerksprobleme verursachen wie ein kaputter Dämpfer selbst. Darauf weist der Stoßdämpferhersteller Monroe hin.

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Der Anschlagpuffer sollte bei jeden Stoßdämpferwechsel ausgetauscht werden.
Der Anschlagpuffer sollte bei jeden Stoßdämpferwechsel ausgetauscht werden.
( Foto: Monroe )

Lenkradvibrationen, Klopfgeräusche, Schlingern in der Kurve oder kontinuierliche Lenkkorrekturen können nicht nur Anzeichen für verschlissene Stoßdämpfer, sondern auch für abgenutzte Schutz- und Montagekits sein. Darauf weist der Stoßdämpferhersteller Monroe hin. Kfz-Werkstätten und Autofahrer würden diese Anzeichen oft falsch deuten und damit ein Sicherheitsrisiko eingehen.

Denn die kleinen Fahrwerksteile spielen eine wichtige Rolle für die Fahrsicherheit. Monroe empfiehlt deshalb den Werkstätten, nicht nur die Stoßdämpfer, sondern auch Staubkappe und Anschlagpuffer sowie Gummiblock und Federbeinlager alle 20.000 Kilometer zu überprüfen und alle 100.000 Kilometer sowie bei jedem Stoßdämpferwechsel zu erneuern.

Dafür bietet der Zulieferer einen „Protection-Kit“ und einen „Mounting-Kit“ an. Der Anschlagpuffer im Protection Kit besteht aus langlebigem, mikrozellularem Schaum und ist oberhalb der Kolbenstange angebracht. Er puffert die Bewegungen des Federbeins, die durch die Trägheit der Fahrzeugkarosserie entstehen, ab und schützt den Stoßdämpfer somit vor Schäden. Gleichzeitig verhindert der Gummipuffer gefährliches Schlingern in Kurven, indem er die Stoßbewegung des Dämpfers reduziert.

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Im Laufe seines „Lebens“ wird der Anschlagpuffer stark in Mitleidenschaft gezogen. Jedes Schlagloch, jede Bodenwelle und jeder Kantstein beansprucht den Werkstoff, sodass das Teil mit zunehmendem Alter immer weicher und kürzer wird. Eine mögliche Folge: Das Fahrzeug verliert – vor allem in Kurven – an Fahrstabilität. Zudem kann das stärkere Schwanken des Fahrzeugs auch Reiseübelkeit auslösen.

Kolbenstangen brauchen Schutz

Eine Staubkappe schützt die Kolbenstange zusätzlich vor Schmutz, Wasser und Steinen und verhindert so, dass die verchromte Oberfläche der Kolbenstange zerkratzt wird oder rostet. Denn schon kleine Beschädigungen an der Kolbenstange können Ölaustritt verursachen und auf diese Weise den kompletten Stoßdämpfer zerstören.

Der Gummiblock des Monroe-Mounting-Kits hat die Aufgabe, Vibrationen von der Straße zu absorbieren. Ist dieser verschlissen, macht sich das durch schlechteres Fahrzeughandling bemerkbar. Denn mit der Zeit wird das Gummi immer weniger elastisch und überträgt folglich auch Vibrationen stärker auf die Kabine und das Lenkrad. Abgesehen von diesen Komfortproblemen produzieren verschlissene Gummiblocks Geräusche und führen zu stärkerem Verschleiß anderer Fahrzeugteile wie Stoßdämpfern oder Silentblöcken.

Defektes Lager erhöht die Lenkkraft

Der Monroe-Montagesatz für McPherson-Federbeine enthält neben dem Gummiblock zusätzlich ein Federbeinlager. Dieses ermöglicht, dass sich das Federbein beim Lenken mit den Rädern bewegt. Ein abgenutztes Federbeinlager verursacht Reibung und führt zu erhöhtem Kraftaufwand beim Lenken, insbesondere bei niedrigen Geschwindigkeiten wie beim Einparken.

Ein Lager, das bereits 130.000 Kilometer zurückgelegt hat, kann die erforderliche Lenkkraft um bis zu 20 Prozent erhöhen. Zusätzlich wirkt sich ein verschlissenes Federbeinlager negativ auf die Sicherheit aus: Um in der Fahrbahnmitte zu bleiben, muss der Fahrer permanent Lenkkorrekturen vornehmen. Ein weiteres Zeichen für ein defektes Montage-Kit ist ein polterndes Geräusch, das vor allem beim Bremsen oder Beschleunigen im vorderen Bereich des Fahrzeugs auftritt.

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