Monterey Auction Week: 270 Millionen Euro für Auto-Ikonen

Autor / Redakteur: sp-x / Jakob Schreiner

Jahr für Jahr werden im Rahmen der „Monterey Auction Week“ während der Concours d’Elegance Oldtimer und ikonische Fahrzeuge für hohe Summen versteigert. Dieses Mal war auch ein relativ neues Auto unter den Top-Geboten.

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Die „Auction Week“ in Monterey sorgt jedes Jahr für Aufsehen.
Die „Auction Week“ in Monterey sorgt jedes Jahr für Aufsehen.
(Bild: Frank Wilke / Classic Analytics)

Zwar wurden bei der diesjährigen „Monterey Auction Week“ während der Concours d’Elegance nur etwas mehr als die Hälfte der angebotenen Autos verkauft, der Gesamterlös von rund 318 Millionen Dollar (271 Millionen Euro) kann sich trotzdem sehen lassen. Die höchste Summe spielte die Auktion von „RM Sotheby’s“ ein: Hier kamen 69 Millionen Dollar (59 Millionen Euro) zusammen.

Die Liste der teuersten Autos, zusammengestellt von Classic Analytics, führt ein Aston Martin DBR1 Roadster von 1956 an, der 22,6 Millionen Dollar (19,3 Millionen Euro) einbrachte. Der Rennwagen trägt die Chassisnummer Eins und wurde unter anderem von Sir Stirling Moss, Jim Clark und Bruce McLaren gefahren. 1959 gewann das Auto das 1.000-Kilometer-Rennen am Nürburgring und außerdem die Sportwagen-Weltmeisterschaft.

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Der zweitteuerste Wagen ist deutlich jünger und stammt aus dem Jahr 1995. Nichtsdestotrotz erreichte der McLaren F1 15,6 Millionen Dollar (13,3 Millionen Euro). Das versteigerte Exemplar ist aus erster Hand und war außerdem der erste F1, der je amerikanischen Boden erreichte.

Auf den Rängen drei, fünf, sieben, acht, neun und zehn finden sich diverse Modelle von Ferrari, angefangen beim 275 GTB/C Coupé für 14,5 Millionen Dollar (12,4 Millionen Euro) bis hin zum 166 MM Berlinetta für 4,5 Millionen Dollar (3,8 Millionen Euro).

Neben dem bereits erwähnten Aston Martin DBR1 dürfte wohl der Porsche 917K, der auf dem vierten Platz landete, die interessanteste Geschichte haben. Der in den legendären Gulf-Farben (Hellblau und Orange) lackierte 917 spielte zusammen mit Steve McQueen eine der Hauptrollen im ebenfalls 1970 entstandenen Motorsport-Epos „Le Mans“ und zählt zu den bekanntesten Rennwagen überhaupt. Zwar floppte der Film im Erscheinungsjahr in den Kinos – wohl auch, weil es nahezu keine Dialoge und „nur“ sehr viel Renn-Eindrücke zu sehen gab – und forderte viele finanzielle und auch körperliche Opfer. Heute gilt „Le Mans“ allerdings als Meilenstein. Beim Auktionshaus „Gooding & Company“ erreichte der 917K nun ein Gebot von 14,1 Millionen Dollar (Zwölf Millionen Euro) und ist damit der teuerste je versteigerte Porsche.

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