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Münchner Alfa-Exklusivhändler in finanzieller Schieflage

| Autor: Jens Rehberg

Lediglich zwei Alfa-Romeo-Exklusivhändler gibt es derzeit unter den deutschen FCA-Partnern. Einer davon – Grill Sportivo – steckt gerade mitten in einem Insolvenzverfahren. Offenbar warfen unter anderem ausbleibende Bonuszahlungen den Betrieb aus der Bahn.

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(Bild: Rehberg / »kfz-betrieb«)

Einer von derzeit lediglich zwei Alfa-Romeo-Exklusivpartnern, Grill Sportivo in München, ist in finanzielle Schieflage geraten. Bereits Mitte März hatte das Unternehmen beim Amtsgericht München die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Seit 1. Juni läuft es nun.

Bis Oktober ist laut Insolvenzverwalter Axel Bierbach Zeit, das kleine Autohaus wieder in die Spur zurückzuführen. Ob hierfür zwingend ein externer Investor nötig ist, darauf wollte sich der Rechtsanwalt auf Anfrage nicht festlegen. Der Importeur sei auf jeden Fall sehr daran interessiert, dass der Betrieb auch langfristig fortgeführt werden kann. Der Insolvenzverwalter ist zuversichtlich, bis Oktober eine Lösung für die Problemlage in dem Kfz-Betrieb gefunden zu haben, ob nun aus eigener Kraft oder mithilfe eines Geldgebers.

„Die Werkstatt läuft gut – der Verkauf nicht so“, sagt Bierbach zu den Gründen für die Schieflage. Unter anderem seien aufgrund veränderter Konditionen im Rahmen der Jahresverkaufsplanung des Importeurs für Grill Sportivo Volumenbonuszahlungen für das vergangene Jahr, mit denen der Händler eigentlich geplant hatte, dann zum Jahresbeginn 2018 doch nicht oder nicht in der erwarteten Höhe geflossen.

Über das konkrete Absatzvolumen gibt der Händler, der sich auch sonst nicht zur Lage des Betriebs äußern möchte, keine Auskunft. Wie der Importeur in Frankfurt auf Anfrage bestätigte, stemmte Grill Sportivo mit seinen zwölf Mitarbeitern (davon drei Azubis und 4 Teilzeitkräfte) 2017 immerhin das drittstärkste Verkaufsvolumen unter den 80 deutschen Alfa-Händlern – lässt man die 12 FCA-Niederlassungen einmal außen vor.

Von Seiten des Importeurs kann der Betrieb bei Grill Sportivo zunächst uneingeschränkt weitergeführt werden – man beliefere den Partner nach wie vor mit Fahrzeugen und Teilen, teilte FCA Deutschland mit.

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 Jens Rehberg

Jens Rehberg

Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«