Nachschlag in der Abgastechnik

Nach dem Motto „Darf’s ein bisschen mehr sein?“ geht in Sachen Dieselmotor und dessen Abgasreinigung der nächste Skandal an den Start. Bereits vor rund zehn Jahren kamen mehrere Zehntausend illegale Nachrüstpartikelfilter in Umlauf. Nun geht man dazu über, Millionen defekter Serien-DPF durch unwirksame Austauschteile zu ersetzen. Und Vater Staat? Der sieht bei dem Treiben wieder mal einfach zu.

| Autor: Steffen Dominsky

"Darf's ein bisschen mehr sein?" - Vater Staat serviert uns einen neuen Abgaskandal.
"Darf's ein bisschen mehr sein?" - Vater Staat serviert uns einen neuen Abgaskandal. (Bild: Copyright Robert Mosso Rzeznik - stock.adobe.com)

Wer erinnert sich nicht an früher, als er noch ein kleiner Steppke war? Damals, als Fleisch noch „ein Stück Lebenskraft“ war. Da stand man mit der Frau Mama an der Theke und wartete sehnsüchtig auf den Spruch der Metzgereichfachverkäuferin, der da lautete: „Na, magst Du eine Gelbwurst?“ Die Frage an den Nachwuchs war, und ist sie wohl auch noch bis heute, genauso obligatorisch wie die rhetorische Frage „Darf’s ein bisschen mehr sein?“

Mit derselben Portion Selbstverständnis schmiert uns Vater Staat immer wieder den einen oder anderen Skandal aufs Brot – nicht nur im Lebensmittelbereich. Unvergessen ist der um illegale Nachrüstpartikelfilter, den die deutsche Umwelthilfe (DUH) vor zehn Jahren aufdeckte. Etliche Zehntausend Nachrüst-Dieselpartikelfilter (DPF), die in ihrer Wirkung „gegen Null“ (Zitat Kraftfahrt-Bundesamt) gingen, verbauten bundesdeutsche Werkstätten seinerzeit – allen voran Filter der Marke „GAT“. Diese durften sie dann im Nachhinein wieder gegen funktionierende Systeme austauschen – samt entsprechender finanzieller Selbstbeteiligung.

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