Berufliche Qualifikation Neue Zusatzqualifikation „Young- und Oldtimertechnik“ startet

Von Steffen Dominsky 2 min Lesedauer

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Die Kfz-Innung Region Stuttgart stellte auf der Klassikwelt Bodensee das Angebot der landesweiten Zusatzqualifikation „Young- und Oldtimertechnik“ vor. Dieses soll im Schuljahr 2027/2028 offiziell in ganz Baden-Württemberg starten.

Die Kfz-Innung Region Stuttgart hat auf der Klassikwelt Bodensee den aktuellen Stand der landesweiten Zusatzqualifikation „Young- und Oldtimertechnik“ vorgestellt. (Bild:  Kfz-Innung Stuttgart)
Die Kfz-Innung Region Stuttgart hat auf der Klassikwelt Bodensee den aktuellen Stand der landesweiten Zusatzqualifikation „Young- und Oldtimertechnik“ vorgestellt.
(Bild: Kfz-Innung Stuttgart)

Die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Region Stuttgart hat auf der Klassikwelt Bodensee gemeinsam mit ihrem Innungsbeauftragten Wilhelm Supper sowie zehn Auszubildenden ihre Kompetenz im Klassikbereich präsentiert. In einheitlichem „Oldtimer-Outfit“ gaben die Nachwuchskräfte praxisnahe Einblicke in die duale Ausbildung im Kfz-Handwerk. Ein zentraler Programmpunkt am Freitag war die Vorstellung des aktuellen Stands der geplanten landesweiten Zusatzqualifikation „Young- und Oldtimertechnik“ im Ausbildungsberuf Kfz-Mechatroniker/-in. Stefan Pantel vom Kultusministerium Baden-Württemberg, sowie Andreas Köhler von der Carl-Schaefer-Schule Ludwigsburg informierten gemeinsam mit dem Auszubildenden David Meyer von der Firma Heitz & Holder GmbH in Freiberg am Neckar über die Umsetzung.

Ziel der Zusatzqualifikation ist es, leistungsstarken Auszubildenden vertiefte Kompetenzen im Umgang mit klassischen Fahrzeugen zu vermitteln. Aufbauend auf einem erfolgreichen Pilotprojekt an vier Berufsschulen in Baden-Württemberg – davon drei im Bezirk der Kfz-Innung Region Stuttgart – soll das Angebot künftig landesweit an allen Kfz-Berufsschulen etabliert werden. Die Lehrinhalte umfassen insbesondere die Bereiche historische Fahrzeugtechnik, Diagnose- und Restaurationsverfahren sowie fachgerechten Erhalt klassischer Automobiltechnik. Damit entsteht ein zusätzlicher Qualifizierungsbaustein, der die duale Ausbildung im Kfz-Gewerbe gezielt erweitert und stärkt. Das Unterrichtspaket umfasst 80 Pflichtstunden pro Lehrjahr, wobei im ersten ausschließlich Theorieinhalte vermittelt werden.

Start im Schuljahr 2027/2028

Neben der fachlichen Präsentation waren die Auszubildenden auch praktisch aktiv eingebunden. Sie nahmen erfolgreich an der ADAC-Youngtimer-Tour teil, wo sie den den Teampreis gewannen. Im Rahmen des Retro-Race der Messe erhielten sie zudem spannende Einblicke in das Fahrverhalten historischer und moderner Fahrzeuge im Grenzbereich. Der Obermeister der Innung, Frank Schnierle, betonte:„Mit der Zusatzqualifikation stärken wir die duale Ausbildung und machen das Kfz-Handwerk zukunftsfest. Klassische Fahrzeugtechnik bleibt gefragt, während gleichzeitig neue Antriebstechnologien an Bedeutung gewinnen. Beides gehört zusammen, nicht getrennt.“

Der Geschäftsführer der Innung, Christian Reher, ergänzte: „Nach einer intensiven Pilotphase ist die strukturelle Verankerung dieses Angebots ein entscheidender Schritt. Damit eröffnen wir leistungsstarken Auszubildenden neue Entwicklungsperspektiven in der klassischen Fahrzeugtechnik.“ Mit der geplanten landesweiten Einführung der Zusatzqualifikation ab dem Schuljahr 2027/2028 baut Baden-Württemberg sein Angebot in der beruflichen Ausbildung im Kfz-Gewerbe weiter aus. Die Rückmeldungen der Messe zeigen ein breites Interesse der Berufsschulen an einer Teilnahme am Schulversuch, erklärt die Innung.

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