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Neuer Ford Fiesta feiert Weltpremiere

| Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Ford hat in seinem Kölner Werk die achte Generation seines Kleinwagens enthüllt. Er wird ab Mitte 2017 in vier Varianten erhältlich sein. Mit dem Modell will Ford vor allem eine spezifische Käuferschicht anlocken.

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Ford-Europachef Jim Farley enthüllte auf der Go-Further-Veranstaltung in Köln den neuen Fiesta.
Ford-Europachef Jim Farley enthüllte auf der Go-Further-Veranstaltung in Köln den neuen Fiesta.
(Bild: Ford)

Im Beisein von rund 2.500 Händlern, Pressevertretern und Mitarbeitern aus ganz Europa hat Ford am gestrigen Dienstag in seinem Werk in Köln-Niehl die achte Generation seines Kleinwagens Fiesta enthüllt.

Der neue Fiesta wird ab Mitte 2017 in vier verschiedenen Versionen erhältlich sein, um vor allem mehr Neukunden zu gewinnen: Mit dem Fiesta und dem Fiesta ST-Line will Ford die jüngeren und sportlich orientierten Käufer ansprechen. Neu dazugekommen ist der Fiesta Vignale, der die Modellfamilie nach oben abrundet. Ebenfalls neu ist ein Crossover-Modell namens Fiesta Active – ein Fahrzeugkonzept, das Ford in den kommenden Jahren auch auf weitere Modellreihen ausweiten will. Es zeichnet sich vor allem durch größere Bodenfreiheit, eine Dachreling und Schutzbeplankungen aus.

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Jim Farley, Vorstandsvorsitzender von Ford Europa, erklärte auf der Veranstaltung den Grund für diese Variantenvielfalt: „Da sich die Diversifizierung des Kleinwagensegments weiter fortsetzt, wird auch die nächste Fiesta-Generation variantenreicher – für die immer zahlreicheren Fans von Crossover-Versionen bis hin zu Käufern, die sich bewusst für ein kompakteres Modell entscheiden, aber die Qualität eines teureren Fahrzeugs erwarten.“

Modernes Kommunikations- und Entertainmentsystem

Im Vergleich zu seinem Vorgänger, der seit 2008 im Markt ist, punktet der neue Fiesta neben einem geschärften Design und einem hochwertigeren Interieur vor allem mit seinen zahlreichen Individualisierungsmöglichkeiten und einem modernen Kommunikations- und Entertainmentsystem. Neben Sync3 von Ford ist auch ein Premium-Soundsystem von Harman an Bord.

Auch in puncto Fahrerassistenzsysteme hat der Kleinwagen einiges zu bieten: Wer sich für das Rundumsorglos-Paket entscheidet, erhält 15 Systeme – unter anderem scannen Sensoren bei der Geradeausfahrt einen Bereich von 130 Metern vor dem Fahrzeug, und der Pre-Collision-Assist erkennt jetzt auch Fußgänger bei Nacht. Der aktive Parkassistent verhindert durch einen Bremseingriff bei geringen Geschwindigkeiten Berührungen mit anderen Fahrzeugen oder Hindernissen. Das Cross-Traffic-Alert-System warnt den Fahrer beim Rückwärtsfahren aus Parkbuchten vor anderen Verkehrsteilnehmern, die sich seitlich nähern.

Die Basismotorisierung bildet ein 1,1-Liter-Dreizylindermotor, der wahlweise 52 kW/70 PS oder 63 kW/85 PS leistet. Die sind 1,0-Liter-Ecoboostmotoren sind mit 74 kW/100 PS, 92 kW/125 PS und 103 kW/140 PS erhältlich. Als Selbstzünder stehen ein 63kW/85 PS starker und ein 88 kW/120 PS starker 1,5 Liter-Turbodiesel zur Verfügung.

Zylinderabschaltung für Ecoboost-Turbobenziner

Ab 2018 wird Ford für seine 1,0-Liter-Dreizylinder-Ecoboost-Turbobenziner eine neue Zylinderabschaltung anbieten: Sobald nur eine geringe Motorleistung erforderlich ist, etwa im Schubbetrieb oder bei gleichmäßigem Rollen, stoppt die Zylinderabschaltung vollautomatisch die Benzineinspritzung und die Ventilbetätigung für einen der drei Brennräume. Da das Ab- und Anschalten eines Zylinders innerhalb von 14 Millisekunden erfolgt, ist dieser Vorgang nach Aussage von Ford für die Insassen praktisch nicht spürbar.

Der Vorstandsvorsitzende der Ford Motor Company Mark Fields bezeichnete den Fiesta auf der Veranstaltung als den technologisch fortschrittlichsten Kleinwagen und untermauerte gleichzeitig seine Strategie, sich von einem Automobilhersteller hin zum Anbieter von vernetzten Mobilitätslösungen entwickeln zu wollen. Unter dem Stichwort „Ford Smart Mobility“ strebt Ford die Marktführerschaft in den Bereichen automatisiertes Fahren, intelligente Mobilität, Nutzung von Kunden-Feedback und der Anwendung von „Big Data“ an. Mark Fields kündigte an, Ford werde automatisierte Fahrzeuge für ein Millionenpublikum erschwinglich machen. Seit Anfang des Jahres hat der Konzern seine Testwagenflotte eigenständig fahrender Hybridlimousinen verdreifacht. Aktuell finden die Testfahrten nur in den USA statt. Im nächsten Jahr soll der Erprobungsbetrieb auf europäischen Straßen starten.

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