Facelift Mazda CX-5 Neuerungen – siehe Kleingedrucktes

Autor: Julia Mauritz

Bewährtes in der laufenden Modellgeneration grundlegend zu verändern, diese Notwendigkeit hat Mazda beim CX-5 nicht gesehen. Das Außendesign des Mittelklasse-SUVs ist unverändert geblieben. Verändert hat Mazda an anderer Stelle.

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Am CX-5 hat Mazda vor allem die Konnektivität und die Effizienz der Motoren verbessert.
Am CX-5 hat Mazda vor allem die Konnektivität und die Effizienz der Motoren verbessert.
(Bild: Mazda)

Seit 2017 ist die zweite Generation des Mazda CX-5 auf dem Markt. Gut 10.000 Einheiten des Mittelklasse-SUVs wurden hierzulande im vergangenen Jahr abgesetzt – knapp 47 Prozent weniger als 2019. Nachdem der CX-5 lange das meistverkaufte Modell im Portfolio war, wurde er 2020 vom neueren und kleineren CX-30 vom Thron gestoßen.

Zum Modelljahr 2021 hat Mazda dem CX-5, der preislich bei 27.690 Euro startet, nun eine Auffrischung gegönnt. Diese ist allerdings sehr dezent ausgefallen: Das Außendesign ist unverändert geblieben, dafür hat sich Mazda der Antriebstechnik und der Konnektivität gewidmet. Zudem hat der Hersteller mit dem CX-5 Homura ein neues, hochwertig ausgestattetes Sondermodell aufgelegt, für das die Käufer mindestens 39.590 Euro hinblättern müssen.

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Die wohl wichtigste Neuerung: Nach gut einem halben Jahr Pause wird das SUV ab April wieder mit einem Dieselantrieb erhältlich sein. Während zahlreiche andere Hersteller den Selbstzünder aus ihrem Portfolio streichen, hält Mazda daran fest – und das sogar langfristig. Angesichts der Tatsache, dass Mazda aktuell keinen Plug-in-Hybriden anbieten kann, ist der Diesel für das Geschäft mit Gewerbekunden umso wichtiger. Immerhin knapp 30 Prozent der CX-5-Käufer entscheiden sich für diese Antriebsart.

So liefert Mazda seinen 135 kW/184 PS starken Top-Diesel jetzt auch mit Frontantrieb aus. Zudem hat der Hersteller bei den Dieselmodellen die Betätigungskraft des Gaspedals erhöht – und dabei besonderes Augenmerk auf das Sechsstufen-Automatikgetriebe gelegt, das bisher nicht gerade für seine Spritzigkeit bekannt war. Gleichzeitig hat Mazda die Effizienz seiner Antriebe verbessert. So ist der gemäß WLTP gemessene Verbrauch des von 110 kW/150 PS beschleunigten Skyactiv-D 150 mit Allrad und Automatik von 7,2 auf 6,6 Liter gesunken.

Die ebenfalls emissionstechnisch verbesserten Benziner rollen bereits aktuell in den Handel. Zwei Varianten stehen hier zur Wahl: Der Einstiegsantrieb bringt 121 kW/165 PS auf die Straße; der 2,5-Liter-Topmotor leistet 143 kW/194 PS. Mit Ausnahme des kleinen Benziners mit Automatikgetriebe verfügen alle über eine Zylinderabschaltung. Der getestete Antrieb Skyactiv-G 194 machte in Kombination mit einem Sechsgang-Automatikgetriebe eine gute Figur. Wer mehr Wert auf Komfort denn auf sportliches Fahren legt, ist damit gut bedient. Der Verbrauch lag nach einer kurzen Testfahrt mit 8,5 Litern klar über den im WLTP-Messverfahren ermittelten 7,4 Litern.

Skyactiv-X kommt erstmal nicht

Auf den neuen selbstzündenden Benzinmotor Skyactiv-X müssen die CX-5-Käufer indes vorerst verzichten. Ob und wann das außergewöhnliche Motorkonzept kommt, das bislang dem Mazda 3 und beim Mazda CX-30 vorbehalten ist, steht noch nicht fest.

In Sachen Konnektivität ist die Smartphone-Integration per Apple Car Play und Android Auto zu erwähnen. Sie ist ab der höheren Ausstattung Exclusive-Line serienmäßig. Ablesen lassen sich die Informationen über das neue 10,25 Zoll große Zentraldisplay. Dieses ist allerdings ebenfalls den höheren Ausstattungen vorbehalten. Bedienen lässt es sich wie gewohnt wahlweise per Sprachsteuerung oder per Drehknopf, der in der Mittelkonsole platziert ist.

In engen Parklücken zu rangieren, hat Mazda ebenfalls erleichtert: Vier Kameras erfassen im 360-Grad-Winkel das Umfeld des Fahrzeugs. Vorbehalten ist diese Funktion den Käufern der höchsten Sports-Line-Ausstattung.

Überarbeitet hat der Hersteller auch seine My-Mazda-App: Die Kunden können jetzt zum Beispiel ihr Fahrzeug per App verriegeln, das Navigationssystem vorab programmieren oder einen Servicetermin bei ihrem Händler vereinbaren. Serienmäßig ab Werk verbaut sind im CX-5 ab dem Modelljahr 2021 nun ferner eine Alarmanlage mit Innenraumüberwachung und ein DAB+-Radio.

Fazit: Das Mittelklasse-SUV CX-5 kann auch in seinem vierten Lebensjahr mit seinen jüngeren Wettbewerbern mithalten. Die vorhandenen Konnektivitätsschwächen hat Mazda mit dem Modelljahr 2021 ausgemerzt. Der CX-5 überzeugt mit seinem gefälligen Außendesign und dem Innenraum mit Premiumcharakter: Neben dem hochwertigen Materialmix und der formschönen Cockpitgestaltung trägt dazu auch das gelungene, selbsterklärende Bedienkonzept bei. Hier lautet das Motto: nicht zu viele Knöpfe und Schalter, aber eben auch nicht zu wenige. Unter dem Strich ist der CX-5 gerade auf längeren Strecken ein ideales Reisevehikel – egal ob es zügig über Autobahnen geht oder gemütlich cruisend über Landstraßen: Unebenheiten auf der Piste steckt er locker weg, Kurven meistert er souverän. Zwar ist er kein Meister im Sprint, aber er weiß als souveräner Marathonläufer zu brillieren.

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