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Neumünster im Zeichen der Klassiker

| Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Young- und Oldtimer haben Hochkonjunktur. Das zeigte sich erneut bei den Klassiker-Tagen in Neumünster. Das Kfz-Gewerbe Schleswig-Holstein nutzte die Show, um für Fachbetriebe und die Ausbildung in der Branche zu werben.

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Auf den Klassiker-Tagen in Neumünster war auch das Kfz-Gewerbe Schleswig-Holstein dabei.
Auf den Klassiker-Tagen in Neumünster war auch das Kfz-Gewerbe Schleswig-Holstein dabei.
(Bild: Zietz)

Im norddeutschen Auto-Kalender gehören sie längst zum festen Termin: die Klassiker-Tage in Neumünster. Doch jedesmal ist die Young- und Oldtimer-Show wieder etwas ganz Besonderes. Rund 13.000 Besucher kamen Ende August zu der Veranstaltung, die das Kfz-Gewerbe Schleswig-Holstein und Partner veranstalten. Insgesamt konnten sie mehr als 800 Schätzchen begutachten.

Mit dabei waren natürlich auch Meisterbetriebe, die dem Publikum 45 Klassiker präsentierten. Für die Fachbetriebe ist die Veranstaltung eine gute Chance, sowohl mit privaten Oldtimer-Fans als auch mit entsprechenden Clubs ins Gespräch zu kommen.

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Auch gute Kontakte zu Ersatzteillieferanten, die ebenfalls auf den Klassiker-Tagen ausstellen, können für die Werkstätten viel Wert sein. Denn „die Lage auf dem Ersatzteilmarkt ist in den vergangenen Jahren enger geworden“, berichtet Frank Dingeldey, Geschäftsführer des Autohauses Evers. „Nicht mehr alle Teile sind problemlos zu erhalten.“ Der Betrieb aus Lübeck hat sich mit seinen 75 Mitarbeiter unter anderem auf historische Fahrzeuge spezialisiert.

Beim Stand des Kfz-Gewerbes Schleswig-Holstein standen die Fachbetriebe für historische Fahrzeuge und die Nachwuchswerbung im Vordergrund. „Wir wollen die Zahl der in diesem Bereich qualifizierten Kfz-Betriebe erhöhen. Das Land zwischen den Meeren mit seiner wunderschönen Landschaft ist prädestiniert als Fahrtziel von Liebhabern historischer Fahrzeuge. Deshalb stehen wir sehr gerne an der Seite der Klassiker-Tage in Neumünster und bieten im Rahmen der Messe ein breites Service- und Informationsangebot zum Oldtimer“, erläutert der Geschäftsführer des Verbandes Jan-Nikolas Sontag.

Auch für den Nachwuchs war etwas geboten: Jugendliche im Alter zwischen 12 und 16 Jahren konnten nicht nur ihr Können am Stand des Kfz-Gewerbes beweisen, sondern sich auch den Eintritt verdienen. Doch dafür war handwerkliches Geschick notwendig: Die Zylinderkopfdichtung musste getauscht werden, und das möglichst schnell. Dabei hatten die angehenden Nachwuchskräfte fachmännische Beratung: Hans W. Hansen, Obermeister der Kfz-Innung Kiel-Neumünster, und sein Auszubildender Finn-Nils Lütje hatten immer ein wachsames Auge und gaben den Jugendlichen Tipps.

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