Suchen

Neuwagen: 40 Prozent der Händler verbuchen geringere Umsätze

Autor: Jakob Schreiner

Im Februar ist die Stimmung der markengebundenen Kfz-Betriebe wieder gestiegen. Am Neuwagengeschäft lag das den Händlern zufolge aber nicht. Sie verbuchten weniger Umsätze in diesem Geschäftsbereich, wie die aktuelle BIX-Befragung zeigt.

Firma zum Thema

Erst im nächsten Monat rechnen wieder mehr Markenhändler mit Neuwagen-Umsätzen auf zumindest Vorjahresniveau.
Erst im nächsten Monat rechnen wieder mehr Markenhändler mit Neuwagen-Umsätzen auf zumindest Vorjahresniveau.
(Bild: Audi)

Trotz der insgesamt gestiegenen Stimmung bleibt das Kerngeschäft vieler Markenbetriebe auch im Februar das Sorgenkind. 40 Prozent der Händler gaben an, im letzten Monat weniger umgesetzt zu haben als im Vorjahreszeitraum. Dies ergab die Branchenindexbefragung der Fachzeitschrift »kfz-betrieb« und der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK) für den Monat Februar. Zum Vergleich: Im Februar 2018 hatte nur ein Viertel der Händler sinkende Umsätze festgestellt, fast ein Drittel hatte damals mehr erwirtschaftet.

Dass die Stimmung im Vergleich zum Vormonat dennoch um neun auf jetzt 98 Punkte gestiegen ist, liegt in erster Linie an stabilen Umsätzen aus dem Gebraucht- bzw. Werkstattgeschäft. Hier gaben 53 bzw. 60 Prozent der Befragten an, dass ihre Einnahmen in den beiden Geschäftsbereichen auf Vorjahresniveau liegen. Vor einem Jahr gaben noch 40 Prozent der Händler an, mit den Gebrauchten weniger verdient zu haben.

Weitere Gründe für den Stimmungsaufschwung der Markenhändler finden sich in den Umsatzerwartungen an den kommenden Monat. Über die Hälfte (55 %) rechnet damit, dass sich der Neuwagenhandel stabilisiert und zumindest Umsätze auf Vorjahresniveau einfährt. Auch die beiden anderen Geschäftszweige bleiben den Prognosen der Händler nach weiterhin stabil.

Unter den freien Werkstätten bleibt der Indexwert mit 98 Punkten nahezu unverändert, bleibt aber unter dem Wert des Vorjahresmonats. Grund dafür ist vor allem, dass im Gegensatz zum Februar 2018 statt 31 Prozent jetzt nur noch 17 Prozent mehr umgesetzt haben.

Auch der kommende Monat dürfte auf einem ähnlichen Niveau verharren, da fast zwei Drittel der Werkstätten von Umsätzen auf Vorjahresniveau ausgehen. Mit einem Stimmungsaufschwung ist erst ab April mit dem Beginn der Reifenwechselsaison zu rechnen, die in den Werkstätten – egal ob markengebunden oder frei – für mehr Auslastung sorgen wird. Aktuell liegt diese bei den Markenbetrieben bei 77,3 bzw. 75 Prozent bei den freien Werkstätten.

Weitere Ergebnisse der monatlichen Branchenindexbefragungen finden Sie im Online-Archiv.

(ID:45762366)

Über den Autor

 Jakob Schreiner

Jakob Schreiner

Redakteur Ressort Service & Technik