Nissan GT-R Nismo tritt zur Porsche-Jagd an

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Das Image der Japaner dürfte im kommenden Jahr wieder ein bisschen sportlicher und exzentrischer werden. Mit dem GT-R Nismo hat Nissan ein renntaugliches Serienfahrzeug im Angebot.

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Nissan hat die Nismo-Variante des Sportwagens GT-R vorgestellt.
Nissan hat die Nismo-Variante des Sportwagens GT-R vorgestellt.
(Foto: Nissan)

Nissan legt im Seriensportwagenbau die Messlatte wieder ein Stück höher. Im Vorfeld der Tokio Motor Show hat Konzernchef Carlos Ghosn die neueste Tuning-Version, den GT-R Nismo, als „schnellsten GT-R aller Zeiten” der Öffentlichkeit vorgestellt. In der Nismo-Ausführung wird die Leistung des Coupés kräftig aufgerüstet. Dazu gibt es ein überarbeitetes Fahrwerk und eine bessere Aerodynamik.

Nissan will generell über die Nismo-Sparte die Marke emotional stärken. Im Frühjahr hatte Konzernchef Carlos Ghosn verkündet, dass sportliche Varianten nach und nach für verschiedene Modelle erhältlich sein sollen. Der GT-R Nismo verfügt nun über viele Details, die vom Motorsport abgeleitet wurden. Das Ziel ist laut Nissan ein Auto, das „sich auf der Rennstrecke ebenso wohl fühlt wie auf öffentlichen Straßen“. Nach den 2013 in Deutschland eingeführten Modellen Juke Nismo und 370Z Nismo ist der neue GT-R Nismo der dritte Vertreter der neuen Nismo-Sportwagenbaureihe von Nissan.

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Die Mehrleistung gegenüber dem Standard-GT-R ist beträchtlich. Mit 441 kW/600 PS entwickelt der 3,8 Liter große Biturbo-V6 beim Nismo rund 115 PS mehr als bisher. Das maximale Drehmoment steigt von 588 Nm auf 650 Nm. Möglich wurde das vor allem durch größere Turbolader aus dem Rennsport und eine geänderte Motorsteuerung. Die Leistungssteigerung soll aber nicht Selbstzweck sein, sondern dem Allrader auch Nordschleifen-Rundenzeiten ermöglichen, die den Porsche Turbo in Gefahr bringen.

Dafür wurde auch das Fahrwerk schärfer gemacht und die Aerodynamik optimiert. Vor allem der neue Heckflügel soll für zusätzlichen Anpressdruck sorgen, dazu kommen ein mit Karbon verkleideter Unterboden und eine spezielle Frontschürze. Die Bilstein Damptronic-Dämpfer wurden speziell auf den GT-R Nismo abgestimmt, dazu sorgen Dunlop-Reifen mit den Maßen 255/40 ZRF20 (vorn) und 285/35 ZRF20 (hinten) für entsprechenden Grip auf der Straße.

Lediglich optische Wirkung hat der dunkelgraue Mattlack der Karosserie. Unterhalb des Lacks wurde sie allerdings konstruktiv deutlich versteift, indem in der Produktion statt der normalen Punktschweißung die Rohkarosserie mittels einer neuen Klebeverbindungen gefügt wird.

Auf den japanischen Markt kommt der GT-R Nismo bereits Anfang Dezember. Für die Einführung in Europa gibt es noch kein offizielles Datum. Ebenfalls noch unbekannt ist der Preis. Er dürfte im Vergleich zur einschlägigen Konkurrenz von Porsche, Ferrari oder Lamborghini aber moderat ausfallen. Zumindest ist das beim Standard-GT-R der Fall, den es ab vergleichsweise günstige 94.900 Euro gibt.

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