Urteil Österreich stuft PSA-Vergütungssystem als rechtswidrig ein

Autor Jens Rehberg

Der Oberste Gerichtshof in Wien hat am Montag bestätigt, dass Peugeot seine Marktmacht gegenüber seinen österreichischen Vertragspartnern missbräuchlich ausgenutzt hat. Stellantis muss jetzt neue Konditionen anbieten.

Peugeot muss österreichischen Händlern binnen drei Monaten fairere Konditionen anbieten.
Peugeot muss österreichischen Händlern binnen drei Monaten fairere Konditionen anbieten.
(Bild: Autohaus Peter)

Die PSA-Zentrale in Paris kocht. Das ist aus Händlerverbandskreisen zu vernehmen – denn Händlervertreter sind schon seit langem an verschiedenen Stellen immer wieder mit den PSA-Marken zu den schlechten Konditionen im Gespräch, die der Hersteller seinen Vertragspartnern schon seit langem aufzwingt. Hierzu gibt es nun auch erstmals eine höchstrichterliche, rechtskräftige Entscheidung: Mit Beschluss vom 22. März hat das höchste österreichische Gericht die Importeurstochter aufgefordert, innerhalb von drei Monaten eine fairere Vergütung anzubieten.

Wie zuvor schon das österreichische Kartellgericht entschieden hatte, sind verschiedene Aspekte in der PSA-Vergütungsregelung illegal: