Opel: GT-Studie – Im Zeichen der Ikone

Autor / Redakteur: sp-x / Christoph Seyerlein

Auf dem Genfer Salon hat Opel mal wieder ein schönes Showcar dabei. Man möchte den Rüsselsheimern sagen: Wer trommelt, sollte auch liefern.

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Opel-Chef Neumann: „Wir wollen mit jedem neuen Auto mehr Kunden für die Marke begeistern.“ Herr Neumann, dann bauen Sie das Auto bitte auch.
Opel-Chef Neumann: „Wir wollen mit jedem neuen Auto mehr Kunden für die Marke begeistern.“ Herr Neumann, dann bauen Sie das Auto bitte auch.
(Foto: Opel)

Die Marke mit dem Blitz zeigt auf dem Genfer Automobilsalon das Sportwagen-Konzept Opel GT. Der kleine, leichte Frontmittelmotor-Flitzer steht gleich in mehrfacher Hinsicht in der Tradition der gleichnamigen Ikone aus dem Jahr 1968. Dass eine entzückende, nicht übermotorisierte Spaßmaschine in bezahlbarem Preisrahmen wie der Ur-GT daraus entsteht, ist leider nicht zu erwarten.

Lange Schnauze, knappes Heck, extrem kurze Überhänge und ein nach hinten gesetztes Passagierabteil mit niedrigem Dach – die Proportionen der rund vier Meter kurzen Studie wecken bei Sportwagen-Liebhabern Begehrlichkeiten. Das Coke-Bottle-Design der Ikone ahmt der neue GT nicht nach, wobei Fans in den skulpturalen Formen wie den modellierten Seiten oder der Motorhaube Reminiszenzen erkennen mögen. Daneben nehmen der zentral angeordnete Doppelauspuff und der Verzicht auf eine Kofferraumklappe Bezug auf den Ur-GT.

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Die puristische Studie ist Kind ihrer Zeit: Türgriffe und Außenspiegel fehlen, ein Druck auf die rote Signaturlinie, die sich über die Seite des Konzepts zieht, öffnet die Türen elektrisch, Kameras übertragen die Außenbilder auf Monitore im Cockpit. Türen und Seitenscheiben bilden ebenso eine glatte Fläche wie Frontscheibe und Panoramaglasdach. Die weit nach unten gezogene Motorhaube betont die ansonsten schlichte Front mit den schmalen LED-Scheinwerfern.

Wie beim ersten Opel GT und der Sportwagenikone Corvette aus dem Mutterhaus GM treibt ein Frontmittelmotor die Studie an. Der 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner basiert auf den Triebwerken aus Adam, Corsa und Astra und leistet im Sporttrimm 107 kW/145 PS (205 Newtonmeter). Die Kraft wird über ein sequenzielles Sechsganggetriebe, das über Schaltwippen am Lenkrad bedient wird, an die mit einer mechanischen Differenzialsperre ausgestattete Hinterachse geschickt.

Einzug in die Serie unwahrscheinlich

Den Opel GT von 1968 zeigten die Rüsselsheimer erstmals drei Jahre vor seinem Serieneintritt auf der IAA. Nach positiven Publikumsreaktionen machte Opel das Konzept serienreif. Ein derartiger Zeitrahmen ist wohl zu kurzfristig für den Neuzeit-GT.

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