Opel: Sechs Monate Kurzarbeit in Verwaltung und Entwicklung

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Mit den sozialen Themen kündigte Opel auch an, den Einkauf künftig in einer gemeinsamen Struktur mit den anderen Konzernmarken Peugeot, Citroën und DS zu organisieren. Das soll alleine rund 30 Prozent des angepeilten Einsparvolumens von zunächst jährlich 1,1 Milliarden Euro drücken. Ab 2020 sollen die Gesamteinsparungen sogar 1,7 Milliarden Euro jährlich betragen.

Im Gespräch mit dem „Manager-Magazin“ mahnte PSA-Chef Carlos Tavares zu einem radikalen und schnellen Umbau. Es komme auf die Opel-Ingenieure selbst an, wie viele von ihnen in ein paar Jahren noch gebraucht würden. „Wenn wir unseren Plan rigoros umsetzen, wird es jede Menge Arbeit geben. Wenn nicht, haben wir alle massive Probleme, ganz klar.“

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Lohscheller bekräftigte Ankündigungen aus dem November, dass sowohl in Eisenach als auch in Rüsselsheim neue Modelle auf PSA-Plattformen gebaut werden sollen, die auch in elektrischen Varianten angeboten werden können. Für das Komponentenwerk Kaiserslautern habe man wie für die sämtliche anderen Standorte einen Investitionsplan erarbeitet, zu dem aber noch keine Einzelheiten genannt wurden.

Bei seiner neuen Exportstrategie setzt Opel voll auf die Starthilfe der Konzernmutter PSA. „Es ist natürlich immer leichter, wenn PSA in den Ländern schon eine Struktur hat“, sagte Lohscheller. „Das macht den Markteintritt einfach schneller und effizienter, so dass wir dort auch sofort Geld verdienen.“ Opel hatte vor rund einem Monat angekündigt, rund 20 neue Märkte beliefern zu wollen, um die Auslastung der Werke in Europa zu steigern.

Südafrika sicher, China denkbar

In Südafrika habe das Unternehmen jetzt einen neuen Importeur ausgewählt, sagte der Manager. Auf Basis der PSA-Technik wolle Opel dort insbesondere mit dem neuen Corsa eine große Rolle spielen. „So gehen wir auch in Märkte wie Argentinien, Kuwait und Saudi Arabien“, sagte Lohscheller. Auch in China sei PSA schon vertreten mit eigener Fertigung und einem lokalen Partner. „Das macht die Eintrittsbarrieren für uns niedrig.“ Eine Entscheidung über den Markteintritt in China sei aber noch nicht getroffen.

Der einstmals glanzvolle Autohersteller Opel hat unter der Ägide des Vorbesitzers General Motors seit 1999 keinen Jahresgewinn mehr geschafft. Zum 1. August dieses Jahres hatte die Peugeot/Citroën-Mutter PSA das Unternehmen samt der britischen Schwestermarke Vauxhall und 38.000 Mitarbeitern in ganz Europa übernommen.

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