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Parfüm fürs Auto – oder Voodoo-Zauber?

| Autor: Andreas Grimm

Viele Faktoren bestimmen das Wohlbefinden, Farben das Gemüt, Musik die Aggressivität. Und Düfte? Der Mineralölkonzern Shell hat nun Parfüms entwickeln lassen, die auf vier Autofahrer-Typen hin entwickelt wurden.

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Die vier „Eau de Carfum“-Düfte: Play für erlebnisorientierte Vielfahrer, Feel für echte Autofans, Flow für den gestressten Fahrer und Boost für den erfolgsorientierten Autolenker.
Die vier „Eau de Carfum“-Düfte: Play für erlebnisorientierte Vielfahrer, Feel für echte Autofans, Flow für den gestressten Fahrer und Boost für den erfolgsorientierten Autolenker.
(Bild: Shell)

Shell hat eine neue Produktfamilie in einem für den Mineralölkonzern unbekannten Geschäftsfeld entwickeln lassen. Die Schmierstoffspezialisten haben sich in die Welt der Düfte vorgewagt und das Projekt „Eau de Carfum“ angestoßen. Im Auftrag von Shell hat der Parfümeur Mark Buxton eine Serie aus vier Duftkreationen entwickelt, die speziell auf Autofahrer-Typen abgestimmt sein sollen. Vorgestellt wurden die Düfte zunächst nur ausgewählten Pressevertretern. Ob außer der ersten Charge aus 400 Flacons die „Carfums“ tatsächlich in größerer Menge produziert werden, ist jedoch noch völlig offen.

Für André Humbert, Retail Brand & Communication Manager für Deutschland, Österreich und die Schweiz, ist das „spannende Projekt“ ein Gedankenspiel herauszufinden, wie die Zeit unterwegs im Auto angenehmer zu gestalten sein könnte. Zum Beispiel eben mit dem passenden Duft im Auto. Die wissenschaftliche Grundlage lieferte die „Shell Drives You“-Studie. Aus ihr wurden vier unterschiedliche Fahrverhalten abgeleitet, auf die wiederum die vier exklusiven Düfte abgestimmt wurden.

Sinn der „Carfums“ ist es laut Shell, sie im Innenraum eines Autos zu versprühen, um die Fahrleistung am Steuer positiv zu beeinflussen. Für die Zusammenstellung der Duftrichtungen ging Buxton klassisch vor, er mischte Aromen wie Schwarzer Tee, Winter-Limonen, Elemi-Harz oder etwa Bergamotte in die Düfte ein. Die „vier sehr spezielle Düfte auf Parfum-Niveau“ heißen Feel, Flow, Play und Boost.

„Feel“ wurde für echte Auto-Fans konzipiert. Er beinhaltet spezielle Duftnoten wie Gummi und Leder. Zusammen mit Zedernholz, Geranium, Amber und Pfingstrose wird daraus dann laut Shell-Beschreibung ein charakterstarker Duft. „Flow“ wurde entwickelt, um Autofahrer, die sich beim Fahren tendenziell eher stressen lassen, zu beruhigen. Die Düfte „Play“ für Fahrer, die viel unterwegs sind, um viel zu erleben, und „Boost“ für in allen Lebenslagen erfolgsorientierte Menschen vervollständigen das Quartett.

Mark Buxton arbeitet seit mehr als 20 Jahren in der Duftbranche und hat sich als Parfümeur einen Namen gemacht. Geboren wurde er in England, aufgewachsen ist er in Hamburg. Buxton entwarf bereits Düfte für Luxusmarken wie Givenchy, Versace, Paco Rabanne, Lagerfeld, Burberrys, Cartier, Chopard.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«