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Partslife: Ist Arbeitsschutz auch bei Ihnen Chefsache?

Autor / Redakteur: Ottmar Holz / Ottmar Holz

Überraschend viele Betriebe haben die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung der Arbeitsplätze nicht durchgeführt. Das ergab eine Studie des Entsorgungsdienstleisters Partslife.

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Kleinbetriebe können den Bereich Arbeitschutz auch an ein externes Dienstleistungsunternehmen vergeben.
Kleinbetriebe können den Bereich Arbeitschutz auch an ein externes Dienstleistungsunternehmen vergeben.
(Bild: Partslife)

Der gesetzlich vorgeschriebene Arbeitsschutz beginnt mit der Gefährdungsbeurteilung. Doch in 43 Prozent der Fälle in einer nicht repräsentativen Studie des Dienstleistungsunternehmens Partslife hat sich der Verantwortliche um diese als lästig empfundene Pflicht gedrückt.

Vermutlich meist aus Zeitnot, denn in 77 Prozent der 247 befragten Betriebe kümmert sich der Geschäftsführer oder Inhaber um den Arbeitsschutz, bei weiteren zwölf Prozent ist der Meister dafür zuständig. Das sind nicht nur die teuersten Arbeitskräfte im Betrieb, im Tagesgeschäft fehlt ihnen oftmals auch die Zeit, sich um das aufwendige Thema zu kümmern oder sich auf dem neuesten Kenntnisstand zu halten.

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Das kann lange gutgehen – doch spätestens wenn sich ein Mitarbeiter während der Arbeitszeit verletzt hat, wird die zuständige Berufsgenossenschaft unangenehme Fragen stellen. Auch wenn noch nichts passiert ist und die Unterlassung bei einer der regelmäßigen Kontrollen auffällt, drohen bereits Bußgelder bis zu 25.000 Euro. Das sind allerdings nur Kleinbeträge im Vergleich zu den indirekten Kosten, die sich aus Sachschäden, Lohnfortzahlungskosten, Schmerzensgeldern und Produktionsausfallkosten nach einem Arbeitsunfall ergeben können. Der Unternehmer kann diese Pflichten jedoch an eine „Fachkraft für Arbeitssicherheit“ delegieren.

Partslife hat nun eine Lösung für Werkstätten mit bis zu zehn Mitarbeitern entwickelt: Eine professionelle ausgebildete Fachkraft für Arbeitssicherheit macht zusammen mit dem Inhaber eine Betriebsbegehung und erledigt die Gefährdungsbeurteilung. Der Dienstleister bietet auch arbeitsmedizinische Betreuung und unterstützt bei den nötigen Unterweisungen sowie der vorgeschriebenen Dokumentation.

Das Paket kostet in der Erstzertifizierung 470 Euro zuzüglich einer Anfahrtspauschale von 25 Euro, in jedem weiteren Jahr werden 195 Euro fällig. Alle drei Jahre führt Partslife eine Rezertifizierung durch. Im Paketpreis enthalten ist die Information über eventuell erlassene Gesetzesnovellierungen.

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