Pirelli Hersteller rechnet mit Rückgang der Reifen-Nachfrage

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Das zweite Quartal ist für den Reifenhersteller gut verlaufen. Doch für den Rest des Geschäftsjahres zeigt sich Pirelli bei seiner Nachfrage-Prognose eher zurückhaltend.

Im zweiten Quartal stieg der Umsatz des Reifenherstellers im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent auf gut 1,7 Milliarden Euro an.(Bild:  Pirelli)
Im zweiten Quartal stieg der Umsatz des Reifenherstellers im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent auf gut 1,7 Milliarden Euro an.
(Bild: Pirelli)

Der Reifenhersteller Pirelli rechnet in diesem Jahr ab sofort mit einer rückläufigen Nachfrage nach Autoreifen. Der weltweite Absatz dürfte in diesem Jahr um etwa zwei Prozent schrumpfen, teilte der italienische Konkurrent von Continental und Michelin am Donnerstagabend in Mailand mit.

Bisher war das Management von einer Stagnation ausgegangen. Im eigenen Geschäft rechnet die Pirelli-Führung deshalb jetzt nur noch mit einem Jahresumsatz zwischen 6,5 und 6,7 Milliarden Euro. Damit wäre jetzt auch ein Rückgang im Vergleich zu 2022 möglich.

Höherer operativer Gewinn dank steigender Preise

Im vergangenen Jahr hatte Pirelli seinen Erlös um 24 Prozent auf gut 6,6 Milliarden Euro gesteigert. Für 2023 hatte das Management zuletzt 6,6 bis 6,8 Milliarden Euro angepeilt. Dank steigender Preise und des Trends zu größeren Reifen soll aber ein höherer Anteil des Umsatzes als operativer Gewinn hängen bleiben: Die bereinigte operative Marge soll jetzt etwa 14,5 bis 15 Prozent erreichen, jeweils ein halber Prozentpunkt mehr als bisher gedacht.

Im zweiten Quartal legte Pirelli weiter zu. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent auf gut 1,7 Milliarden Euro. Ungünstige Währungskurse bremsten den Anstieg um mehr als fünf Prozentpunkte. Zwar wurde Pirelli wegen der rückläufigen Auto-Nachfrage weniger Reifen los.

Allerdings profitierte der Hersteller von dem Trend zu großen Reifen, wie sie bei den stark gefragten Stadtgeländewagen zum Einsatz kommen. So stieg der bereinigte operative Gewinn (Ebit) um mehr als sechs Prozent auf gut 269 Millionen Euro, was besser war als von Analysten erwartet. Der Überschuss legte um knapp 4 Prozent auf 128 Millionen Euro zu.

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