Pkw-Neuzulassungen: VW-Konzernmarken brechen im September ein

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Tageszulassungen in Konkurrenz zu Neuwagen

Peter Fuß vom Beratungsunternehmen Ernst & Young (EY) ist da skeptischer. Denn die Händler vieler Fabrikate haben aktuell eine große Zahl an nicht WLTP-konformen Tageszulassungen auf den Höfen stehen, die sie vor dem Stichtag 1. September zulassen mussten. Diese stehen nun als günstige junge Gebrauchte in Konkurrenz zu den Neuwagen, die zum Teil aufgrund der noch fehlenden WLTP-Zulassung lange Lieferzeiten haben. „Erst zum Ende des Jahres dürfte sich die Situation wieder normalisiert haben. Bis dahin ist mit einem weiteren starken Rückgang der Neuzulassungen zu rechnen“, ist Fuß überzeugt.

Die Marktentwicklung wird nach seiner Ansicht auch davon abhängen, wie die jetzt angekündigten Umtauschprämien für ältere Dieselfahrzeuge ausgestaltet sein werden. „Etwa 200.000 Diesel-Besitzer haben bereits die in der ersten Jahreshälfte ausgelobten Diesel-Umtauschprämien genutzt. Um jetzt erneut einen spürbaren Effekt für den Neuwagenmarkt zu erreichen, müssten die Angebote noch attraktiver als zu Jahresbeginn sein“, glaubt Fuß.

Im September gingen die Diesel-Neuzulassungen massiv zurück. Erstmals seit dem Abwrackprämienjahr 2009 sank der Diesel-Anteil in Deutschland unter die 30-Prozent-Marke. Damals hatte der Marktanteil der Selbstzünder in einigen Monaten unter dieser Marke gelegen.

CO2-Ausstoß steigt um 3,6 Prozent

Das hat Auswirkungen auf die CO2-Bilanz, denn gleichzeitig stieg vor allem der Anteil der benzinbetriebenen Fahrzeuge, während alternative Antriebe zwar auch zulegen, ihr Marktanteil aber nach wie vor gering ist: Elektroautos lagen im September bei 1,2 Prozent, Hybridfahrzeuge inklusive Plug-in-Hybride bei 5,0 Prozent, Gasfahrzeuge bei 0,2 Prozent. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß lag mit 132,2 Gramm pro Kilometer um 3,6 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats.

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