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PLW 2018: Mit Beratungs- und Diagnosekompetenz an die Spitze

Autor: Edgar Schmidt

In den Endrunden der praktischen Leistungswettbewerbe „Profis leisten was“ (PLW) zeigten die Kfz-Mechatroniker und Automobilkaufleute viel fachliches Können. Sieger wurden die Teilnehmer aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

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Zwei stahlende Sieger: Sebastian Sievernich (li.) konnte den Wettbewerb der Automobilkaufleute für sich entscheiden, Jahn Stirn siegte bei den Kfz-Mechatronikern.
Zwei stahlende Sieger: Sebastian Sievernich (li.) konnte den Wettbewerb der Automobilkaufleute für sich entscheiden, Jahn Stirn siegte bei den Kfz-Mechatronikern.
(Bild: Schmidt/»kfz-betrieb«)

Das deutsche Kfz-Gewerbe hat zwei neue Bundessieger. In den praktischen Leistungswettbewerben „Profis leisten was“ (PLW) 2018 setzten sich im Finale der Kfz-Mechatroniker Jahn Stirn aus Baden-Württemberg und bei den Automobilkaufleuten Sebastian Sievernich aus Nordrhein-Westfalen durch. In diesen Wettbewerben ermittelt das deutsche Kfz-Gewerbe in jedem Jahr seine deutschen Meister. Beide fanden in den Räumen des Metall- und Technologiezentrums der Handwerkskammer Koblenz statt. Das Team um Jörg Skiba hatte für beste Wettbewerbsbedingungen gesorgt.

Bei den Kfz-Mechatronikern traten in diesem Jahr Landessieger aus 13 Bundesländern gegeneinander an. Sie mussten an insgesamt zwölf Stationen Aufgaben aus der Kfz-Elektrik und -Elektronik sowie aus der Mechanik lösen. Für die meisten Aufgaben hatten sie gerade einmal 25 Minuten Zeit, sich einzuarbeiten und dem Fehler auf die Spur zu kommen. Eine sogenannte Komplexaufgabe war darüber hinaus gleich mit vier Fehlern gespickt. An dieser Station betrug die Arbeitszeit deshalb auch eine Stunde und 40 Minuten.

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Die Komplexaufgabe soll die Teilnehmer auf internationale Wettbewerbe wie die Euro und World Skills vorbereiten. Denn die bestplatzierten Kfz-Mechatroniker beim PLW-Finale haben die Chance – wenn sie jung genug sind –, eine Wettkampfkarriere bei Europa- und Weltmeisterschaften zu starten. Aus diesem Grund mussten die jungen Fachkräfte an einer Station auch Englisch reden, was den meisten durchaus gut gelang.

Wichtige Systemkompetenz

Im Wesentlichen brauchten die Landesmeister Diagnose- und Systemkompetenz, um bei den vielfältigen Aufgaben zu punkten. Das erledigte Jahn Stirn am besten. Auf Platz zwei landete Max Schmidt aus Thüringen, Platz drei belegte Florian Büscher aus Niedersachsen.

Der 23-jährige Stirn hat seine Ausbildung im Volkswagen-Autohaus Linke in Crailsheim absolviert. Sie sei eine sehr gute Grundlage für seinen Sieg gewesen, sagte er nach der Siegerehrung. Da er bereits zu alt für eine Teilnahme an den World Skills im kommenden Jahr ist, bleibt ihm der internationale Wettkampf jedoch verwehrt.

Dafür werden die Landessieger aus Nordrhein-Westfalen und dem Saarland, Simon Kazimirowicz und Raphael Schön, das deutsche Kfz-Gewerbe beim EuroCup am 7. Dezember 2018 in Bern vertreten. Dort treten sie gegen die Teilnehmer aus Österreich, Italien (Südtirol), Luxemburg und der Schweiz an. Damit haben die beiden 21-jährigen Kfz-Mechatroniker auch die Chance auf eine Fahrkarte zur Berufe-Weltmeisterschaft WorldSkills, die vom 22. bis 27. August 2019 in Kasan (Russland) läuft.

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Über den Autor

 Edgar Schmidt

Edgar Schmidt

stellv. Leiter Ausbildungsmedien