PS Union nutzt Videos als Kundenangel

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Eine sehr übersichtliche Webseite, ein schlüssiges Leadmanagement und pfiffige Ideen für den virtuellen Vertrieb: Im Internet Sales Award bringen diese Online-Aktivitäten die Hallenser Mehrmarkenautohausgruppe auf Platz vier.

Der Hauptbetrieb von PS Union in Halle/Saale.
Der Hauptbetrieb von PS Union in Halle/Saale.
(Bild: Achter)

QR-Codes an ausgestellten Gebrauchtwagen, über die man nähere Informationen und Fotos zum Fahrzeug abrufen und speichern kann, sind im Handel gängige Praxis. Die Kaufinteressenten, die über die weitläufige Gebrauchtwagenausstellung der Hallenser Mehrmarkenautohausgruppe PS Union schlendern und ihr Smartphone zücken, bekommen deutlich mehr geboten: nämlich ein kurzes und prägnantes Video, in dem der zuständige Verkäufer die wichtigsten Merkmale des Fahrzeugs erklärt.

Der geschäftsführende Gesellschafter von PS Union, Volker Ciesiolka, hat sein neues virtuelles Angebot „interaktiven Verkäufer“ getauft. Schrittweise will das Unternehmen, das an neun Standorten die Marken Ford, Hyundai, Peugeot und Volvo vertreibt, die Zahl seiner selbst gedrehten Videos erhöhen. Diese sind nur abrufbar, wenn der Gebrauchtwageninteressent seine Kontaktdaten preisgibt. Zudem ist geplant, die Videos auch in die virtuelle Fahrzeugbörse der Autohausgruppe zu integrieren.

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Leistungsspektrum wird übersichtlich präsentiert

6.000 Fahrzeuge verkauft PS Union im Jahr – rund die Hälfte davon sind Gebrauchtwagen. Ein professioneller Internetauftritt und reibungslose interne Prozesse spielen für das Unternehmen folglich eine zentrale Rolle. 2015 hatte die Autohausgruppe ihre Webseite daher komplett überarbeitet.

Der neue Internetauftritt des Unternehmens im Microsoft-Kachellook ist auffallend übersichtlich strukturiert und für mobile Endgeräte optimiert. Auf der Homepage sehen die Besucher auf einen Blick die Markenvielfalt und das Leistungsspektrum des Unternehmens – von der Waschstraße bis hin zu den Tankstellen. Zudem ist es möglich, sein gebrauchtes Fahrzeug über die Webseite zum Ankauf anzubieten, und es gibt einen Link auf das Carsharingangebot von PS Union namens JEZ Mobil (www.jez-mobil.de).

Fahrzeugbestand transparent machen

„Am wichtigsten war uns im Zuge des Relaunches, unseren Fahrzeugbestand richtig transparent zu machen und sicherzustellen, dass die Gebrauchtwageninteressenten ihn leicht durchstöbern können“, berichtet Marcel Greiner. Er leitet das Marketing im Unternehmen und ist gemeinsam mit Sven Jabukek für die Webseite verantwortlich. Erklärtes Ziel ist es nach Aussage von Volker Ciesiolka, die Besucher so lange wie möglich auf der PS-Union-Webseite zu halten.

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Beim Klick auf die Markenlogos gelangen die User beispielsweise nicht auf die Herstellerseite, sondern auf eine Übersichtsseite. Hier sind die verschiedenen Filialen aufgelistet, in denen das Fabrikat vertrieben wird. Zudem werden selektierte Gebrauchtwagen der gewählten Marke eingeblendet.

Sollte das Wunschfahrzeug aktuell nicht im Bestand sein, bekommen die Kaufinteressenten automatisch ähnliche Fahrzeuge vorgeschlagen, oder sie können eine Suchanfrage stellen und werden über einen selbst festgelegten Zeitraum per E-Mail über neue Fahrzeugangebote informiert. Die unterschiedlichen Kontaktmöglichkeiten inklusive eines Rückrufangebots sind ebenfalls prominent eingeblendet.

Auf die standardisierten Herstellerwebseiten verlinkt PS Union erst, wenn es um die Neuwagenkonfiguration geht. „Wenn wir nur eine Marke hätten, könnten wir die Neuwagen auf unserer Webseite professionell präsentieren, bei vier Fabrikaten ist das unmöglich“, erklärt Marcel Greiner, die Herausforderung, mit der alle Mehrmarkenhändler konfrontiert sind.

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