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PSA-Absatz rutscht tief in die roten Zahlen

Autor: Christoph Baeuchle

Die PSA Gruppe hat ein schlechtes Absatz-Jahr hinter sich. Die großen Marken waren mit ihren weltweiten Verkäufen deutlich im Minus, nur DS Automobiles erzielte ein Plus. Doch bei den absoluten Zahlen spielt die Premiummarke weiterhin keine Rolle.

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Der französische Hersteller hat 2019 einen Absatzrückgang im zweistelligen Prozentbereich verbucht.
Der französische Hersteller hat 2019 einen Absatzrückgang im zweistelligen Prozentbereich verbucht.
(Bild: PSA)

Die Verkäufe der PSA-Gruppe sind im vergangenen Jahr tief gefallen: Der Absatz des französischen Automobilherstellers ging im Vergleich zu 2018 um zehn Prozent auf weniger als 3,5 Millionen Einheiten zurück. Alle großen Marken – Opel, Peugeot und Citroën – verbuchten ein kräftiges Minus, nur DS Automobiles konnte den Absatz auf weiterhin niedrigem Niveau steigern.

Auch in Europa, wo die Gruppe knapp 90 Prozent ihrer Fahrzeuge verkauft hat, musste sie rückläufige Absätze wegstecken: Bei einem steigenden Markt verbuchte sie ein Minus von 2,5 Prozent auf 3,03 Millionen Einheiten. Während Citroën (+1,2 %) mit der Marktentwicklung nahezu mithalten konnte, waren Peugeot (-2,7 %) und Opel (-6,4 %) in ihrer Heimatregion deutlich im Minus.

In China, zuvor die drittstärkste Region der Gruppe, halbierte sich in etwa der Absatz jeder Marke. Das ist vor allem für Peugeot (-56 %) und Citroën (- 55 %) bitter, die noch im Jahr zuvor auf deutlich sechsstellige Verkäufe kommen. Mit gerade noch 2.100 verkauften Pkws (-47 %) ist DS auf dem weltgrößten Markt kaum noch präsent.

Dennoch war die noch junge Premiummarke insgesamt der einzige Lichtblick in der Absatzentwicklung. Weltweit konnte sie um knapp 18 Prozent auf 62.500 Pkw zulegen. Dabei hängt der Erfolg an zwei Modellen: Dem 2018 gelaunchten DS 7 Crossback (+17 % auf 32.500 Pkw) und dem 2019 auf den Markt gebrachten DS 3 Crossback (24.400 Pkw). Der Kompakt-SUV muss sich allerdings erst noch beweisen.

Am bittersten traf es Peugeot

Am bittersten traf das vergangene Jahr Peugeot: Der Absatz der Löwenmarke sank um mehr als 16 Prozent auf 1,74 Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Dazu trug die Entwicklung im Iran bei. Die Sanktionen gegen das Land führten bei Peugeot zu einem Absatzrückgang von 144.000 Einheiten. Aber das ist nur ein Grund für die schwache Gesamtperformance. Nur ein Pkw entwickelte sich positiv: Der Absatz vom 508 stieg von 17.400 Einheiten in 2018 auf knapp 60.000 Stück im vergangenen Jahr.

Nur wenig besser entwickelte sich Opel: Mit einem Minus von 5,9 Prozent sank der Absatz unter die Millionengrenze auf rund 977.000 Einheiten. Der Wachstumstreiber des Gruppenabsatzes der vergangenen Jahre bekommt damit eine neue Rolle. Bei der Pkw-Sparte entwickelten sich vor allem die von den französischen Marken übernommenen SUV: Crossland (+27,8 % auf 131.000 Pkw) und Grandland (+29 % auf 103.200 Pkw).

Ähnlich entwickelte sich Citroën. Mit einem Minus von 5,1 Prozent auf knapp 993.000 Einheiten rutschte der Absatz der Marke mit dem Doppelwinkel unter die Millionengrenze. Positive Ausnahmen sind rar. Vor allem der C5 Aircross verhinderte mit einem Plus von mehr als 90.000 Stück auf 122.100 Pkw ein weiteres Abgleiten. Die meisten anderen Modelle sind im Minus.

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