Der Siebengang-Doppelkuppler ist beim 114 kW/155 PS starken Top-Benziner Serie, die 96-kW/130-PS-Version des 1,3-Liter-Vierzylinders ist optional damit ausrüstbar; ab Werk verwendet Renault ein manuelles Sechsgang-Getriebe. Sogar mit nur fünf Gängen fährt der neue Ein-Liter-Dreizylinder vor, der es im Captur auf 100 Turbo-PS (74 kW) bringt und gegenüber dem bisherigen Basis-Aggregat zehn PS und 20 Newtonmeter (jetzt 160 Nm) mehr leistet; er kann optional auch mit Flüssiggas (LPG) betrieben werden.
Auf die schwächeren Saug-Versionen des Dreizylinders, die im Clio erhältlich sind, verzichtet Renault bei seinem Mini-SUV. Keinesfalls verzichten wollen die Franzosen dagegen auf Diesel-Antriebe: Der 1,5-Liter-Vierzylinder ist wahlweise mit 70 kW/95 PS oder 85 kW/115 PS erhältlich; die stärkere Version kann ebenfalls mit Doppelkupplungs-Getriebe geordert werden.
Wie sein Technik-Spender Clio, profitiert auch der Captur von der neuen CMF-B-Plattform. Die bietet zwar immer noch keinen Allradantrieb für das SUV, ist dafür aber leichter und erlaubt mit ihrer verbesserten Elektronik-Architektur auch den Einsatz neuer, meistens allerdings aufpreispflichtiger Assistenzsysteme: Abstands-Tempomat mit Stauassistent, Tempolimit-Erkennung, Spurhalte-Assistent, Notbremsfunktion, 360-Grad-Kamera, Einpark-Assistent oder Querverkehrswarner sind im Klein-SUV-Segment längst keine Selbstverständlichkeit.
In Sachen Elektrik rüstet Renault auch beim Antrieb auf: Ab 2020 steht der Captur auch als Plug-in-Hybrid zur Verfügung. Der kombiniert einen 67 kW/90 PS starken 1,6-Liter-Benziner mit einem 53-kW-E-Motor und einem zusätzlichen, integrierten Starter-Generator (ISG), der direkt an der Kurbelwelle angreift. Die Systemleistung soll bei 118 kW/160 PS liegen, die rein elektrische Reichweite beziffert Renault auf im Normmittel 45 Kilometer, im City-Betrieb soll der Doppelherz-Captur sogar 65 Kilometer schaffen. Die elektrische Höchstgeschwindigkeit liegt bei 135 km/h. Der Stromspeicher hat eine Kapazität von 9,8 Kilowattstunden, dürfte sich also einer 3,6-kW-Ladestation in weniger als drei Stunden aufladen lassen.
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