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Renault kappt Umsatz- und Gewinnziel für 2019

| Autor / Redakteur: dpa / Yvonne Simon

Schon im Juli hatte das Renault-Management die Hoffnungen auf ein Umsatzwachstum 2019 begraben. Mittlerweile geht der Konzern von einem Rückgang aus. Die Gewinnwarnung der Franzosen zog den gesamten europäischen Autosektor an der Börse in Mitleidenschaft.

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(Foto: Renault)

Die schwächelnde Nachfrage belastet den französischen Autobauer Renault stärker als bisher erwartet. Nachdem das frühere Management seine Hoffnung auf einen Umsatzanstieg im Juli begraben hatte, musste das neue Führungsteam am Donnerstagabend nach Börsenschluss in Boulogne-Billancourt verkünden, dass es nun sogar von einem merklichen Rückgang ausgehe..

Am Kapitalmarkt sorgten die trüben Aussichten für einen Kurssturz. Kurz nach Handelsbeginn am Freitagvormittag sackte die Renault-Aktie an der Euronext in Paris zwischenzeitlich um über 14 Prozent ab. Der Trend des Traditionskonzerns ist wie bei vielen anderen Autowerten ohnehin klar negativ: In den zurückliegenden 12 Monaten haben die Renault-Papiere mittlerweile rund 30 Prozent an Wert verloren.

Die Gewinnwarnung der Franzosen zog den gesamten europäischen Autosektor in Mitleidenschaft. Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts lag zwischenzeitlich rund 2,5 Prozent im Minus, erholte sich dann aber leicht. Im Zuge der schlechten Zahlen von Renault gaben auch die Kurse der deutschen Hersteller Volkswagen, BMW und Daimler nach. Die Konzerne gehörten damit zu den schwächsten Titeln im Dax.

Weitere Hersteller könnten folgen

Jetzt nehmen die Befürchtungen zu, dass die Gewinnwarnung von Renault erst der Anfang gewesen sein könnte und in der anlaufenden Berichtssaison weitere Autohersteller und Zulieferer ihre Jahresziele zusammenstreichen könnten. Die maue Autokonjunktur und die Marktschwäche in China lasten schwer auf der Branche, die erheblich unter den globalen Handelsstreitigkeiten leidet.

Wie Renault am Donnerstagabend weiter mitgeteilt hatte, dürften die Erlöse 2019 voraussichtlich um 3 bis 4 Prozent sinken. Zudem sollen nur noch etwa 5 statt 6 Prozent der Erlöse als operativer Gewinn beim Konzern hängenbleiben. Zuletzt hatte die Konzernführung beim Umsatz noch ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr angepeilt, wenn man Währungsschwankungen sowie den Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen herausrechnet.

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