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Renault-Umsatz sinkt wie erwartet

| Autor / Redakteur: dpa/cb / Yvonne Simon

Der Umsatz der Franzosen ging um knapp fünf Prozent zurück und bewegte sich damit im Rahmen der Expertenerwartungen. Auch der weltweite Absatz schrumpfte.

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(Foto: Renault)

Der von einer Führungskrise durchgeschüttelte Autobauer Renault hat im ersten Quartal weniger Umsatz erzielt. Der Erlös fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp fünf Prozent auf 12,5 Milliarden Euro, wie das französische Unternehmen am Freitag in Boulogne-Billancourt bei Paris mitteilte. Bereinigt um Währungs- und Sondereffekte habe der Rückgang 2,7 Prozent betragen. Der Erlös lag damit im Rahmen der Expertenerwartungen.

Wesentliche Ursache für den Umsatzrückgang war das – abhängig von Marke und Region – zum Teil starke Minus bei den Verkäufen. Der weltweite Absatz schrumpfte in den ersten drei Monaten des Jahres um 5,6 Prozent. In Europa zogen die Verkäufe hingegen um zwei Prozent an, was vorwiegend auf das deutliche Absatzplus von Dacia und die gute Entwicklung der leichten Nutzfahrzeuge von Renault zurückzuführen ist.

Zum weltweiten Absatzminus haben vor allem die Pkw der Kernmarke beigetragen: Ihr Absatz sank in den ersten drei Monaten 2019 um 13,4 Prozent auf gut 471.000 Pkw. In Europa, wo Renault knapp 60 Prozent seiner Pkw verkauft, fiel der Rückgang mit rund 5,4 Prozent auf 269.773 Einheiten deutlich geringer aus. In Deutschland war die Marke quasi auf dem Vorjahresniveau (-0,2 % auf 32.296 Pkw-Neuzulassungen).

Der Konzern bestätigte zudem die Prognose für das laufende Jahr. Demnach soll der Umsatz – bereinigt um Sondereffekte – zulegen. Zudem stellt der Konzern die Prognose unter den Vorbehalt, dass es nicht zu einem ungeregelten Brexit kommt. Die Profitabilität soll hingegen sinken.

Der VW- und PSA-Konkurrent war Ende vergangenen Jahres in eine Führungskrise geschlittert, nachdem der damalige Chef Carlos Ghosn in Tokio wegen des Verstoßes gegen Börsenauflagen verhaftet wurde. Im Januar trat er dann zurück. Seine Aufgaben wurden aufgeteilt. Jean-Dominique Senard vom Reifenhersteller Michelin übernahm den Präsidentenposten. Ghosns bisheriger Vize Thierry Bolloré ist als Generaldirektor für das operative Geschäft verantwortlich.

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