B2B-Auktionsplattform Rexcar stellt Insolvenzantrag

Autor: Christoph Seyerlein

„Keine Provisionen, keine verdeckten Kosten und absolute Transparenz im professionellen Autohandel“ – mit diesem Versprechen war Rexcar im Juli 2020 an den Start gegangen. Doch nun ist für die B2B-Auktionsplattform für Gebrauchtwagen allem Anschein nach schon wieder Schluss.

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Rexcar hat wohl keine Zukunft.
Rexcar hat wohl keine Zukunft.
(Bild: Rexcar)

Die B2B-Auktionsplattform Rexcar hat aller Voraussicht nach keine Zukunft. Das Unternehmen hat beim Amtsgericht Ingolstadt einen Insolvenzantrag eingereicht. Das bestätigte die Kanzlei Raab & Kollegen, die mit dem Fall befasst ist, gegenüber »kfz-betrieb«. Noch ist das Verfahren allerdings nicht eröffnet, Rexcar könnte den Antrag auch noch zurückziehen.

Doch darauf deutet aktuell wenig hin. Beispielsweise ist beim Portal Kununu ein Eintrag eines ehemaligen Mitarbeiters aus dem November 2020 zu finden, der schreibt: „Leider ist diese Firma pleite.“ Zudem ist die Domain www.rexcar.com nicht mehr erreichbar.

Die Online-Auktionsplattform war erst am 1. Juli 2020 live gegangen. Autohäuser konnten dort Gebrauchtwagen inserieren und Händler als Käufer suchen. Bei einem Kauf fiel keine Provision an. Dem Vernehmen nach hatten sich Hunderte Autohäuser bei Rexcar registriert.

Hinter Rexcar steht unter anderem Stephan Grühsem

Das Unternehmen hatte Kevin König 2018 gegründet. Im August 2019 stieg dann mit Stephan Grühsem ein bekannter Name ein. Der ehemalige Kommunikationschef des Volkswagen-Konzerns sollte zunächst weitere Investoren anlocken. Im Frühjahr 2020 übernahm Grühsem dann mit 60 Prozent selbst die Mehrheit an Rexcar. In der Folge agierte er gemeinsam mit seinem Sohn Tibeau Grühsem und König als Geschäftsführer der Plattform. Für das Unternehmen arbeiteten zum Start am 1. Juli 12 Beschäftigte.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«