Mercedes-Benz

Rolle rückwärts 25 Jahre nach dem Elchtest

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Die A-Klasse habe „einen großen Beitrag dazu geleistet, das Markenimage von Mercedes-Benz zu verändern und zu verjüngen“, teilt der Sprecher mit. „Vom Design her waren die ersten beiden Baureihen nicht jedermanns Sache“, findet Experte Reindl. Als Vorläufer der Minivans sei die A-Klasse „einfach nicht dynamisch, sondern eher konservativ“ gewesen.

Damit sei eher eine ältere Klientel angesprochen worden, obwohl die Zielgruppe wesentlich jünger sein sollte. „Wenn man damals eine A-Klasse überholt hat, dann saßen darin häufig Menschen jenseits der 60“, sagt Reindl. Der wirkliche Erfolg, auch beim jüngeren Publikum, sei erst mit den späteren Baureihen gekommen. Tatsächlich erinnert die heutige Baureihe optisch kaum an die A-Klasse aus den Neunzigern.

Dudenhöffer: Luxusstrategie ist neuer Elchtest

Die Luxusstrategie, die Mercedes-Benz heute verfolgt, sieht Autoexperte Dudenhöffer kritisch. „Das ist ein neuer Elchtest“, sagt er. Die Risiken seien groß. Das Autogeschäft der Zukunft sei stark durch Größenvorteile getrieben.

Bei der Software lohne es sich, diese für eine große Anzahl an Autos zu entwickeln, da so die umgelegten Kosten auf die einzelnen Autos geringer seien. Das Erfolgsgeheimnis der Autos seien Technologie und Software, glaubt Dudenhöffer. „Die Technologie ist deutlich wichtiger als diese Luxus-Schickimicki-Geschichte.“

Reindl: Untere Fahrzeugklassen werden fortbestehen

„Bei den Stückzahlen der A- und B-Klassen wird es einfach schwierig, Geld zu verdienen“, sagt hingegen Reindl. Dennoch werde Mercedes-Benz die unteren Fahrzeugklassen nicht komplett aufgeben, glaubt er. „Es gibt zum Beispiel den EQA, das ist sozusagen die elektrische A-Klasse als SUV.“

Mercedes-Benz habe sich dazu entschieden, sein Produktangebot „signifikant aufzuwerten“, teilt der Unternehmenssprecher mit. Das Unternehmen werde sich fokussieren und Komplexität verringern. Damit schließt sich nach 25 Jahren ein Kreis: Am Ende wird es wahrscheinlich kein Elch, aber mit Firmenchef Källenius immerhin ein Schwede gewesen sein, der die A-Klasse kippt.

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