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Rückruf: Subaru-Modelle bekommen Diesel-Update

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jens Rehberg

Bei Überprüfungen des KBA war ein Subaru Outback negativ aufgefallen. Nun fordert die Behörde ein Softwareupdate zur „Erhöhung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems“. Der Hersteller betont die Freiwilligkeit der Aktion und die Legalität der bisher eingesetzten Software.

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(Foto: Subaru)

Subaru Deutschland hat einen Rückruf zur „Erhöhung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems“ für rund 42.500 Fahrzeuge angekündigt. Hierzulande müssen einer Mitteilung vom Montag zufolge demnächst exakt 8.506 Einheiten des Forester, Legacy, Outback und XV aus den Baujahren 2015 bis einschließlich 2018 mit dem Zweiliter-Euro-6-Diesel zu einem Softwareupdate in der Vertragswerkstatt erscheinen.

„Die Maßnahme wird etwa 30 Minuten dauern. Die Halterinformation durch das KBA wird für Juni 2020 erwartet“, hieß es. Die Durchführung der Aktion mit dem internen Code „SA202007“ wird vom KBA überwacht. Subaru betonte aber, dass sie freiwillig angemeldet worden sei. „Wir legen Wert auf die Feststellung, dass es sich bei der Abgassteuerungs-Software in den betreffenden Modellen nicht um eine unzulässige Prüfstanderkennungssoftware handelt“, teilte der Importeur schriftlich mit.

Vielmehr sei das Emissionskontrollsystem der betroffenen Modelle so ausgelegt, dass eine Korrektur beziehungsweise Abschaltung der Abgasrückführungsraten unter anderem über die Parameter Last, Drehzahl, Ansauglufttemperatur und barometrischem Druck erfolgt. Allerdings scheint die Auslegung unvorteilhaft für die Umwelt gewesen zu sein.

Deutlich überhöhte Stickoxid-Werte

Ein Subaru Outback fiel im Oktober des vergangenen Jahres besonders negativ auf. Damals hatte der Rundfunk Berlin-Brandenburg Ergebnisse der so genannten „Dopingtests“ des KBA veröffentlicht. Das Euro-6-Modell überschritt demnach den zulässigen Stickoxid-Grenzwert um mehr als das 28-fache.

„Subaru hat weder in dem Bewusstsein noch mit dem Ziel Software eingebaut, die Typgenehmigungsbehörde und Kunden beziehungsweise Subaru-Käufer zu täuschen“, rechtfertigt sich der Hersteller. Die parameterabhängige Steuerung der Abgasrückführung sei als Industriestandard anerkannt und dem KBA bekannt gewesen. Die neue Software, die nun im Zuge des Rückrufs auf die betroffenen Fahrzeuge aufgespielt werde, sei amtlich in Flensburg geprüft und zertifiziert worden.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist