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Rückrufe für Opel Ampera und Insignia

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jakob Schreiner

Der Rüsselsheimer Hersteller ruft in Deutschland rund 7.400 Fahrzeuge zu seinen Vertragspartnern. Beim Elektroauto kann die Lenksäule blockieren, beim Mittelklasse-Modell Kraftstoff austreten.

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(Bild: PSA)

Für den Insignia der Modelljahre 2016 und 2017 und den Ampera der Baujahre 2016 bis 2018 hat Opel zwei Rückrufaktionen bestätigt. Die Aktion für den Insignia mit dem Zweiliter-Dieselmotor betrifft in Deutschland 5.664 Einheiten. „Jedoch gehen wir von einer äußerst geringen Fehlerquote aus“, sagte ein Sprecher der Marke auf Anfrage.

Weil die Rücklaufleitung von der Kraftstoffpumpe nicht den Spezifikationen entsprechend montiert wurde, könnte sie durch Kontakt mit einem Befestigungsclip beschädigt werden. Um einen Kraftstoffaustritt künftig auszuschließen, prüfen die Opel-Partner das Kraftstoffverdampferrohr und die Kraftstoffrücklaufleitung auf Scheuerstellen oder Undichtigkeiten. Stellen sie Schäden fest, ersetzen sie das Verdampferrohr. Der Werkstattaufenthalt dauert maximal 35 Minuten.

Durch einen Fehler im Produktionsprozess beim Elektroauto Ampera könnte ein Schraubenkopf in den Bereich der Lenksäule gelangt sein. Dies mache sich durch ein Schab- oder Schleifgeräusch während des Lenkvorgangs bemerkbar, sagte der Sprecher. Schlimmstenfalls könne es aber zu einem Blockieren der Lenksäule kommen. „678 Fahrzeuge könnten theoretisch betroffen sein, jedoch gehen wir von einer tatsächlich betroffenen Quote von deutlich unter fünf Prozent aus.“

Für die Überprüfung der Lenksäule sind 45 Minuten angesetzt. Bei einem nötigen Tausch steht das Fahrzeug weitere 90 bis 120 Minuten in der Werkstatt. Die Durchführung der Rückrufe können Fahrzeughalter in der „myOpel-App“ nachvollziehen. Unfälle aufgrund der Probleme sind dem Hersteller nach eigenem Bekunden in beiden Fällen nicht bekannt.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist