Rüstungsindustrie entdeckt Hybrid-Antrieb

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Die Treibstoffpreise scheinen die Armee zum Sparen zu zwingen: Die beiden Rüstungskonzerne BAE Systems und Northrop Grumman haben zusammen einen Panzer mit Hybridantrieb entwickelt.

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Der erste Panzer mit Hybridantrieb. (Foto: BAE)
Der erste Panzer mit Hybridantrieb. (Foto: BAE)

Neues Schwergewicht unter den Hybrid-Fahrzeugen: Die beiden Rüstungskonzerne BAE Systems und Northrop Grumman haben zusammen einen Panzer mit Hybridantrieb entwickelt. Das Ground Combat Vehicle (GCV) verbrauche aufgrund seines Hybridantriebs rund zehn bis 20 Prozent weniger Kraftstoff, teilten die beiden Unternehmen mit, ohne genaue Angaben zum Durchschnittsverbrauch zu machen.

Allerdings geben die Entwickler einige Hinweise: Der Tank mit einem Volumen von 965 Liter reicht für eine Strecke von 300 Kilometern. Für rund elf Millionen Dollar ist der Panzer, der angeblich auf dem neuesten Stand der Technik ist, zu erhalten. Allerdings ist das Fahrzeug so ausgerüstet, dass auch künftige Entwicklungen integriert werden können. Bei einem erwarteten Lebenszyklus von 30 bis 40 Jahren erscheint dies auch notwendig.

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Unklar ist, bis zu welcher Geschwindigkeit der Panzer lautlos fährt und ab wann es zu Motorengeräuschen kommt. Die beiden Rüstungskonzerne betonen in der Beschreibung ihres Fahrzeuges, dass „die vergrößerten Batteriekapazitäten eine geräuschlose Mobilität ermöglichen“ und entsprechend geräuschlose Beobachtungen möglich seien.

Bei der fortschrittlichen Umwelttechnik scheinen sich die Ingenieure der beiden US-Konzerne eher an General Motors als an Toyota orientiert zu haben. Wie beim Chevrolet Volt kommt wohl auch beim GCV laut Medienberichten ein Range Extender zum Einsatz.

Für den Leopard-2-Panzer, der im Mittel rund 280 Liter pro 100 Kilometer braucht, könnte hier also ein echter Wettbewerber in puncto Verbrauch auf den Markt kommen. Sollte der GCV auch in Deutschland angeboten werden, erscheint die Einstufung bezüglich der Energieeffizienz spannend. Immerhin rangiert der Leopard 2 bei der Energieverbrauchskennzeichnung in der fünfbesten Kategorie E wie der Golf 1.4.

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