Saarland will E-Modellregion werden

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Besser spät als nie: Das Saarland will noch Modellregion für Elektromobilität werden. Dies sagte Verkehrsministerin Simone Peter auf der Mitgliederversammlung des saarländischen Kfz-Gewerbes.

Firmen zum Thema

Das Saarland will neunte Modellregion für Elektromobilität werden. Derzeit arbeite die Landesregierung an einem Masterplan, sagte Simone Peter, Ministerin für Umwelt, Energie und Verkehr im Saarland. Mitte 2011 solle dieser Masterplan dann in der breiten Öffentlichkeit diskutiert werden.

Aus Sicht der Ministerin hat die Region entscheidende Vorteile: Für das Saarland als Modellregion spreche die Lage im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg, so Peter. Derzeit werde auf Ministerebene bereits grenzüberschreitend daran gearbeitet.

Zudem will die Ministerin in den Überlegungen zur E-Mobilität den individuellen mit dem öffentlichen Verkehr verbinden. Die Flotte der Elektromobile solle in den öffentlichen Nahverkehr eingebunden werden, um Erfahrungen zu sammeln, betonte Peter. Über Leihwagen könne einer breiten Kundenschicht das E-Fahrzeug näher gebracht werden.

Kfz-Gewerbe als Schnittstelle zum Kunden

Bereits seit Mitte 2009 stehen acht Modellregionen fest, deren Forschungsvorhaben die Bundesregierung mit 115 Millionen Euro unterstützt. Das Programm soll bis 2011 zur Erprobung und Marktvorbereitung von Elektrofahrzeugen beitragen. Entsprechend hatte Herbert Seiwert, Vorstandsvorsitzender des Saarländischen Kfz-Gewerbes, das mangelnde Engagement des Bundeslandes kritisiert und nach den Vorstellungen der Landesregierung gefragt.

Seiwert stellte klar, dass das Kfz-Gewerbe bei der Entwicklung eine wesentliche Rolle spielt: „An der Schnittstelle zum Kunden entscheidet sich, ob er das Elektroauto akzeptiert.“ Es sei wesentlicher besser, das bereits bestehende Netz zu nutzen, als ein Neues aufzubauen.

(ID:366402)