Schadenkalkulation beschleunigen

Neue Softwaremodule von Audatex Autoonline

| Autor: Silvia Lulei

Bei Audatex genügt ein Blick, um einen Schaden zu kalkulieren.
Bei Audatex genügt ein Blick, um einen Schaden zu kalkulieren. (Bild: Lehmkuhl@fotolia.com)

Der Umzug von Audatex Autoonline nach Berlin hat bei dem Dienstleister für Schadenmanagement eine Welle der Digitalisierung ausgelöst. Bei einem ersten Treffen der Benutzergemeinschaft Audatex (BGA) am neuen Standort stellte Michael Bergmann, Geschäftsführer Automotive bei Audatex, und Erik Jahn, Leiter Bereich Operations und Customer Service, die webbasierten Lösungen von Audatex vor. Jahn geht davon aus, „dass unsere Kunden bis 2020 komplett online sind und in erster Linie unsere webbasierten Lösungen nutzen“.

Schadenerfassung und Kalkulation in wenigen Sekunden

Wie weit die Entwicklung bei Audatex Autoonline ist, zeigte Peter Ballé, Global Account Manager: „Wir können heute schon durch die Bilderkennung eines Unfallschadens automatisiert eine Fahrzeugidentifikation, Schaden-, Schweregrad- und Teileerkennung durchführen sowie bewerten, ob eine Instandsetzung erfolgen kann oder ein Austausch vorgenommen werden muss.“ Die Software erstellt auch einen Kalkulationsentwurf. Der gesamte Prozess läuft innerhalb weniger Sekunden ab. Das erste Pilotprojekt der visuellen Schadenerfassung starte noch in diesem Jahr, so Ballé.

Automatisierte Prüfung der Werkstattkalkulation

Ein weiteres Thema, mit dem sich Audatex Autoonline beschäftigt, ist die Überprüfung der Schadenkalkulation. „Bis zu 60 Prozent der Kalkulationen basieren auf falschen Basisdaten“, erklärte Dimitra Theocharidou-Sohns, Leiterin Product Management. Bisher würden Kfz-Versicherer einen hohen Aufwand betreiben, um die Fehler zu beheben. Mit dem neuen Modul von Audatex Autoonline „Claims-Check“ werden einzelne Positionen in den Kostenvoranschlägen von Werkstätten online auf Konditionen und Regeln von den Versicherungen sowie auf technische Plausibilität überprüft.

Die geprüften Kostenvoranschläge werden an die Werkstatt zurückgespielt und erhalten dann ein Zertifikat, sodass der Versicherer den Claims-Check erkennen kann. „Der Claims-Check minimiert Fehler durch automatisierte Prozesse, berücksichtigt auch individuelle Schadenslagen und bindet die Werkstätten in diesen Ablauf partnerschaftlich mit ein“, fasste Theocharidou-Sohns zusammen.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 45341817 / Gebrauchtwagen)

Plus-Fachartikel

Byton: „Ein digitales Erlebnis“

Byton: „Ein digitales Erlebnis“

45.000 Euro netto will das chinesische Start-up Byton für sein Elektro-SUV M-Byte verlangen. Nach dem Start in China Anfang 2020 soll das Auto ein Jahr später auch nach Europa kommen. Byton-Manager Andreas Schaaf erläutert die Pläne des Fabrikats. lesen

Caroobi: Räuber oder Robin Hood?

Caroobi: Räuber oder Robin Hood?

Caroobi schaltet sich immer häufiger zwischen freie Werkstatt und Endkunde. Aus Sicht der Berliner geschieht das nur zum Vorteil der Betriebe. Die künftigen Pläne des Start-ups erläutert Geschäftsführer Philipp Grosse Kleimann. lesen