Schadensteuerung: Werkstätten im Würgegriff

Die Kosten der Schadenregulierung in der Kraftfahrversicherung ziehen an. Da die Versicherungsprämien nicht in gleicher Weise steigen, stehen die Assekuranzen unter Druck. Diesen wollen sie einmal mehr über die Werkstätten abbauen.

| Autor: Konrad Wenz

(Bild: ©Nomad_Soul - stock.adobe.com)

So kontrovers die Schadensteuerung und ihre Auswirkungen in der reparierenden Branche auch diskutiert werden, gibt es doch einige Punkte, in denen sich die meisten Marktplayer einig sind: etwa dass die Zahl der gesteuerten Schäden weiter steigen und sich das Mobilitätsverhalten der Autofahrer verändern wird. Die Versicherungsunternehmen – allen voran die HUK-Coburg – werden nicht müde, uns das immer wieder zu versichern. Dabei können wir getrost glauben, dass die Anzahl der gesteuerten Schäden ihren Zenit noch nicht erreicht hat. Dafür ist der Druck, der auf den Assekuranzen lastet, nach wie vor viel zu hoch. So ist die Combined Ratio (Schaden-Kosten-Quote) der Mitglieder des Gesamtverbands der deutschen Versicherer (GDV) im Jahr 2016 auf knapp 99 Prozent gestiegen.

Einige weitere Zahlen verdeutlichen den Druck auf die Versicherungen: Die Menge der Unfallschäden an Kraftfahrzeugen ist in Deutschland seit Jahren relativ konstant. Von den rund elf Millionen Kfz-Schäden werden laut GDV etwa 2,6 Millionen Jahr für Jahr polizeilich erfasst – die Abweichungen von dieser Zahl nach oben oder unten betragen immer nur wenige Prozent. Im Jahr 2017 waren es beispielsweise laut dem statistischen Bundesamt (Destatis) 2,6 Millionen gemeldete Unfälle, was gegenüber dem Vorjahr ein Plus von zwei Prozent bedeutete.

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