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Scherer-Gruppe startet ersten Showroom für Maserati

| Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

In Saarbrücken nimmt sich die Scherer-Gruppe erstmals einer Marke außerhalb der VW-Konzernwelt an. In Maserati sieht der Händler eine gute Ergänzung. Premium ist für den Audi- und Porsche-Partner jedenfalls kein Neuland.

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In Saarbrücken verkauft die Scherer-Gruppe seit Ende April die Marke Maserati.
In Saarbrücken verkauft die Scherer-Gruppe seit Ende April die Marke Maserati.
(Bild: Scherer-Gruppe)

Die Scherer-Gruppe setzt ihrem Standort Saarbrücken mit einem Maserati Showroom das Sahnehäubchen auf. Seit Mittwoch, 25. April, verkauft das Unternehmen, eines der größten Autohandelshäuser in Deutschland, auf dem Areal des VW-Zentrums Saarbrücken-Ost nun die italienische Edelmarke. Mit der Aufnahme des Fabrikats setzt sich die Gruppe erstmals mit dem Vertrieb einer nicht zum VW-Konzern gehörenden Marke auseinander.

Entstanden ist der 225 Quadratmeter große Showroom in der Bestandsimmobilie in der Mainzer Straße. Nötig waren jedoch Investitionen in die vorgeschriebene Innen- und Außen-CI und die Werkstattausrüstung. Zum Gesamtinvest machte das Unternehmen keine Angaben. Geleitet wird der Betrieb von Patrick Baldes, der seit einigen Jahren bereits Geschäftsführer des VW-Zentrums ist. Inklusive Werkstatt stehen für Maserati in Saarbrücken 400 Quadratmeter zur Verfügung.

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„Die Eröffnung unseres ersten Maserati-Autohauses ist schon etwas Besonderes“, gesteht Christian Scherer, geschäftsführender Gesellschafter der Gruppe. Dass sein Unternehmen nach 80 Jahren Verbundenheit mit den VW-Konzernmarken nun „fremdgeht“, begründet er mit der positiven Entwicklung von Maserati und einer Modellpalette, „die an eine weitere Volumensteigerung glauben lässt“.

Der Markt Saarbrücken und Umgebung ist für die Scherer-Gruppe kein Neuland. Neben dem VW-Zentrum mit zwei Standorten ist Scherer auch mit Audi, Porsche und Skoda in der Hauptstadt des Saarlandes aktiv. Dass Scherer Maserati aber neu etablieren muss, macht die Verkaufsprognose schwer. Mittelfristig strebt Scherer 60 bis 80 Neuwagenverkäufe pro Jahr an. Weitere Standorte für die Italiener will er derzeit nicht betreiben.

Mit Maserati wird sich der Aktionsradius allerdings ausdehnen. Der nächstgelegene Konkurrent im weitmaschigen Maserati-Netz sitzt in Luxemburg. Auf deutscher Seite finden sich die nächsten Maserati-Showrooms in Karlsruhe und Mannheim. Entsprechend ist aus Sicht des Importeurs die Eröffnung in Saarbrücken ein wichtiger Schritt zur Steigerung des Neuwagenverkaufs. Denn der Bereich Pfalz-Saar war bislang ein großer weißer Fleck in der Landkarte der Vertriebsstrategen.

In Deutschland haben die Maserati-Partner im Jahr 2017 an zuletzt 28 Standorten 1.838 Einheiten vermarktet – zehn Prozent mehr als 2016. Haupttreiber war das Edel-SUV Levante, dessen Absatz auf gut 1.000 Einheiten nahezu verdoppelt werden konnte. Die Verkäufe der Modellen Ghibli, Quattroporte und Granturismo sanken allerdings um 20 bis 40 Prozent. Der Eigenzulassungsanteil von Maserati lag im vergangenen Jahr bei 26 Prozent. Das deutsche Maserati-Netz umfasst neben den Vertriebsstandorten noch drei reine Servicestützpunkte.

Die Scherer-Gruppe betreibt nach eigenen Angaben 32 Autohäuser an 20 Standorten in Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, im Saarland und Bayern. Die Gruppe ist für die Marken Audi, VW, VW Nutzfahrzeuge, Porsche, Seat, Skoda und MAN sowie jetzt für Maserati aktiv. Ergänzt wird das Angebot durch Tankstellen und eine Autovermietung. Zur weiteren Unternehmensgruppe zählen zudem noch Aktivitäten in der Baustoff- und Immobilienbranche.

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