Abwassertechnik Schicht im Schacht

Von Steffen Dominsky 11 min Lesedauer

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Spätestens bei der Generalinspektion bekommen Ölabscheider den Kragen voll und werden bis Oberkante Schachtaufbau ge- füllt. Was dann sehr oft passiert? Wir haben zwei Experten von Remondis/AS-Control über die Schulter geschaut.

Der erste Blick verrät ganz viel – etwa dass Steigeisen und Leiter hier nichts zu suchen haben. Und dass sich bereits jemand in Sachen nachträgliche Schachtabdichtung (grün) probiert hat.(Bild:  Dominsky – VCG)
Der erste Blick verrät ganz viel – etwa dass Steigeisen und Leiter hier nichts zu suchen haben. Und dass sich bereits jemand in Sachen nachträgliche Schachtabdichtung (grün) probiert hat.
(Bild: Dominsky – VCG)

Kinder lieben Sie: Blasen. Egal, ob Seifen- oder Blubberblasen. Auch aus Kaugummi geformte Kugelgebilde bereiten ihnen Spaß. Ganz anders im Fall von Daniel Schalk und Daniel Nienhaus. Macht’s bei den beiden im Rahmen einer Generalinspektion (GI) „blubb, blubb, blubb“ und Blasen steigen auf, dann hat der „Spaß“ im wahrsten Sinne des Wortes ein Loch. Die GI ist jene Prüfung, von der jeder Kfz-Unternehmer bzw. Werkstattverantwortliche mit einem Leichtflüssigkeitsabscheider (Volksmund: „Öbabscheider“) im Boden zumindest schon mal gehört haben sollte. Besser: eine solche bei der von ihm betriebenen/verantworteten Abscheideanlage regelmäßig alle fünf Jahre durch einen Fachkundigen durchführen lässt. Denn genau dies verlangt das Gesetz. Wobei das Intervall, je nach Kommune oder Lage (z. B. Wasserschutzgebiet), auch deutlich kürzer ausfallen kann.

„Das Bewusstsein für die Bedeutung einer Generalinspektion alle fünf Jahre ist in den letzten Jahren gestiegen. Verantwortliche erkennen, dass Rechtssicherheit, Umweltschutz und Anlagenverfügbarkeit wichtige Güter sind. Aber auch ein erhöhter Behördendruck zeigt seine Wirkung“, erklärt mir Daniel Schalk, Projektmanager bei AS-Control, einer Tochter des Entsorgungsunternehmen Remondis, an diesem Morgen. Seit 14 Jahren plant und setzt Schalk Sanierungen und Neueinbauten von Abscheidern um und führt Generalinspektionen gemäß Wasserhaushaltsgesetz (WHG) durch. Ein echter Profi, dessen Erkenntnisse jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei zahl­reichen Betrieben in Sachen Ölabscheider dennoch so manches im Argen liegt. „Die Hälfte der von uns geprüften Anlagen fällt bei einer GI durch“, antwortet Schalk auf meine Frage nach der Durchfallquote – ich bin baff.