Schwacher Mai: Auch Audi tappt in die China-Falle

Autor: Christoph Seyerlein

Der Neuwagen-Absatz lief bei Audi im Mai unrund. Nachdem die Ingolstädter im bisherigen Jahresverlauf auf dem schwierigen chinesischen Markt noch relativ stabil waren, traf nun auch sie die dortige Schwächephase. Bei der VW-Tochter zeigt man sich dennoch vorsichtig optimistisch.

Firmen zum Thema

Audi hat einen schwierigen Mai hinter sich.
Audi hat einen schwierigen Mai hinter sich.
(Bild: Audi)

Audi hat im Mai 2019 spürbar weniger Neuwagen ausgeliefert als im Vorjahresmonat. Weltweit 151.900 verkaufte Einheiten bedeuteten ein Minus von 5,4 Prozent, wie der Hersteller am Freitag mitteilte. Im Gesamtjahr liegen die Ingolstädter nach fünf Monaten mit bis dato 739.450 übergebenen Fahrzeugen 5,8 Prozent hinter dem eigenen Niveau aus dem Vorjahr zurück.

Besonders zu spüren bekam die VW-Tochter im Mai die anhaltende Schwäche des chinesischen Automarkts. War die Marke bislang in ihrem größten Markt relativ stabil unterwegs, sackte nun der Absatz mit 47.927 Einheiten um 7,4 Prozent ab. Audi macht dafür neben der Verunsicherung bei potenziellen Kunden wegen der Zollstreitigkeiten mit den USA auch laufende Modellwechsel beim A6 L und beim Q3 verantwortlich.

Doch nicht nur in China hatte der Hersteller im zurückliegenden Monat zu kämpfen. Mit den USA (-2,2 %) schwächelte noch ein weiterer wichtiger Markt. Besser lief es dagegen in Europa (+0,2 %). Unter anderem der Heimatmarkt Deutschland (+3,5 %) trug dort zu einem leichten Plus bei.

Die insgesamt mauen Zahlen dürften nicht dazu beitragen, dass Audi den Rückstand zu den Hauptkonkurrenten Mercedes und BMW verkürzen kann. Die Mai-Zahlen der beiden Wettbewerber liegen noch nicht vor. In Ingolstadt versucht man trotzdem, Mut zu verbreiten. Martin Sander, Vice President Global Marketing and Sales, sagte: „Angesichts unserer Modelloffensive schauen wir zuversichtlich in die zweite Jahreshälfte.“ Unter anderem habe gerade der Vorverkauf für den Q5 Plug-in-Hybrid begonnen, weitere Modelle mit jener Antriebsform sollen bald folgen.

(ID:45965900)

Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«