Das Angebot von Migros umfasst neben dem Flottengeschäft für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen auch Dienstleistungen wie Service, Wartung und Beratung rund um die Elektromobilität sowie Finanzierung und Versicherungen.
„Wir haben bereits mit Migrol einige Servicestationen“, so Naef. Bei Bedarf könnte das Netz weiter ausgebaut werden. Die Wartung spiele ja bei Elektroautos eher eine untergeordnete Rolle. Ladestationen sollen bei den Einkaufszentren installiert werden.
Migros will sich laut Naef auf „echte Elektrofahrzeuge“ konzentrieren, „wir wollen keine elektrifizierten Fahrzeuge.“ Dennoch sei das Unternehmen offen und rede mit allen. „Der Elektroroller kommt aus Taiwan“, so der Sprecher, auch E-Autos von chinesischen Herstellern seien denkbar. Bislang gebe es aber keine Gespräche.
Zunächst sollen sich die Migros-E-Aktivitäten auf die Alpenrepublik beschränken, Pläne für Deutschland gibt es bislang nicht. „Migros hat in Süddeutschland nur drei Filialen“, so Naef. Der deutsche Markt sei keine Kernkompetenz für das Unternehmen. Zudem erschwert die Stellung der Schweiz eine Expansion: „Wäre die Schweiz in der EU, könnte man vielleicht nochmals darüber reden.“
AGVS beobachtet Entwicklung
Die Aktivitäten der Migros-Gruppe beobachtet der Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) sorgfältig. „Das könnte die Verbreitung der Produkte weiter vorantreiben“, so Markus Peter, Leiter Automobiltechnik und Umwelt beim AGVS.
Peter geht davon aus, dass die Aktivitäten des Konzerns den Unternehmern die Augen für das Thema öffnen könnten. „Bislang ist bei den Werkstätten eine große Zurückhaltung zu spüren.“
Für das Kfz-Gewerbe in der Schweiz sei es nun entscheidend, beim Thema Elektromobilität am Ball zu bleiben. In den nächsten Wochen sollen die Grundlagen für die Aus- und Weiterbildung geschaffen werden. Vorstellbar sei eine Schulung wie sie die TAK anbiete.
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