262559,261676,261563 Schweiz: Migros-Gruppe steigt in E-Mobilität ein

Redakteur: Christoph Baeuchle

Der Handelsriese will bei Elektromobilität in der Schweiz eine führende Rolle spielen. Migros startet in dem Zukunftsmarkt mit Verkauf, Vermietung und zahlreichen Serviceleistungen.

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Kein Schnäppchen: Migros will den Think City für rund 40.000 Euro anbieten.
Kein Schnäppchen: Migros will den Think City für rund 40.000 Euro anbieten.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die schweizerischen Kfz-Betriebe bekommen einen mächtigen Wettbewerber. Die Handelsgruppe Migros werde mit der Mobilitätsplattform ,M-way’ in den Zukunftsmarkt Elektromobilität einsteigen, teilte die Migros-Gruppe mit. Bereits im Herbst soll „M-way“ in Zürich an den Start gehen, weitere Städte sollen später hinzukommen.

Der „Think City“ als vierrädriges Elektromobil und der PGO „E-Wave“ als Roller sind die ersten Modelle der künftigen Produktpalette. „Den ,Think City’ werden wir für umgerechnet rund 40.000 Euro anbieten“, sagte Migros-Sprecher Urs Peter Naef gegenüber »kfz-betrieb ONLINE«. Dafür erhalten die Kunden einen Kleinwagen mit einer Reichweite von 160 Kilometer. Genug für die Fahrgewohnheiten der Eidgenossen: „80 Prozent der täglich zurückgelegten Strecken sind unter 50 Kilometer.“

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Zudem sollen Fahrzeuge vermietet werden. Erster Flottenkunde ist Alpmobil. Dem Tourismusprojekt der Grimselregion vermietet Migros zunächst 60 Elektromobile für ein Vierteljahr. „Wir vermieten den ,Think City’ für rund 800 Euro im Monat“, so Naef. Der Preis sei ein „Sorglos-Paket“, zu dem lediglich die Kosten für den Strom hinzukämen. Die Preise für einen E-Roller beginnen bei 100 Euro im Monat.

Investitionen von 14 bis 18 Millionen Euro

Mit dem Vorstoß will der genossenschaftliche Konzern allen Einkommensschichten den Zugang zur Elektromobilität mit Probefahrten, Miete und Verkauf von zwei- und vierrädrigen Elektromobilen ermöglichen.

„Mit ,M-way’ fördern wir nun gezielt die Entwicklung hin zu einer flexibleren, ökologischeren Mobilität“, sagte Herbert Bolliger, Präsident der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB). „Dank dem geplanten Dienstleistungs-Angebot wollen wir die Elektromobilität für alle erschwinglich und auf unkomplizierte Weise nutzbar machen.“

Der Konzern hat seine Ziel hoch gesteckt: „Wir wollen zum Kompetenzzentrum für Elektromobilität in der Schweiz werden“, stellt Naef klar. Dafür investiert das Unternehmen zunächst umgerechnet 14 bis 18 Millionen Euro.

Unter dem Namen „M-way“ will Migros nicht nur umweltfreundliche Elektromobile und die entsprechende Infrastruktur zum Kaufen und Mieten anbieten, sondern ein unabhängiges Kompetenz- und Dienstleistungszentrum für individuelle Elektromobilität etablieren.

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