Seat Leon: Neue Zielgruppe für die Marke im Visier

Autor / Redakteur: sp-x/gr / Andreas Grimm

Mit dem aktuellen Leon hat Seat den Weg zur Volumenmarke eingeschlagen. Inzwischen ist das Kernmodell etwas in die Jahre gekommen. In wenigen Wochen kommt ein Facelift – zur Freude des Handels.

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Seat bringt das Facelift des Seat Leon bereits zum Jahreswechsel in den Handel.
Seat bringt das Facelift des Seat Leon bereits zum Jahreswechsel in den Handel.
(Bild: Seat)

Der als Dreitürer (SC), Fünftürer und Kombi (ST) erhältliche Seat Leon spricht traditionell die Kompakt-Käufer mit etwas sportlicherem Anspruch an. Das gelingt dem Modell und den Händlern mit großem Erfolg. Fast jeder zweite in Deutschland verkaufte Seat entspringt inzwischen der Leon-Familie. Vor drei Jahren war es nicht mal jeder Dritte. Der Aufschwung der Marke hat also nicht zuletzt mit dem Absatzplus der spanischen Kompaktklasse zu tun. Entsprechend freudig erwartet der Handel das Facelift dieses Modells, das im kommenden Jahr gemeinsam mit dem Ateca und dem komplett neuen Ibiza die Seat-Verkäufe nochmals deutlich befeuern soll.

Für ein Absatzplus spricht auch, dass Seat im Zuge der Auffrischung eine weitere Ausstattungslinie einführt. Mit der „Xcellence“-Konfiguration wollen die Spanier nun zusätzlich die komfortorientierte Kundschaft ins Visier nehmen. Dazu gibt’s einen neuen Diesel-Motor, aktuelle Assistenz- und Infotainment-Technik und kleinere optische Verschönerungen. Unverändert bleibt der Preis: Ab 14.990 steht der geliftete Seat Leon SC im Januar 2017 beim Händler, der günstigste Fünftürer kostet 15.490 Euro, der Kombi-Aufschlag beträgt 1.200 Euro.

Seat Leon: Facelift in Richtung Connectivity
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Das Facelift geben vor allem die neuen LED-Blinker zu erkennen, dazu gibt es wie üblich überarbeitete Schürzen vorne und hinten. Profis können die geliftete Version zudem an den drei neuen Außenfarben (rot, blau und lila) erkennen. Laien werfen, um sicher zu gehen, besser einen Blick in das Innere. Hier hat Seat ordentlich aufgeräumt: Der knapp 4,30 Meter lange Leon bekommt das Cockpit des Ateca inklusive einer sehr übersichtlichen Mittelkonsole.

Das Navigations-Infotainmentsystem (ab 400 Euro) kommt nun mit einem 8 statt 6,5 Zoll großen Touchscreen und nur noch zwei richtigen Tasten: Ein Home-Button, der ins Hauptmenü führt, und eine Connectivity-Taste, über die schnell und einfach das Smartphone via Mirror Link, Apple Car Play und Android Auto angebunden werden kann. Kompatible Geräte können zukünftig auch induktiv in der Phonebox (210 Euro) vor dem Schalthebel geladen werden. Gut gemacht: Die Lautstärke-Regelung ist nicht in eines der Menüs gewandert, sondern funktioniert immer noch mit einem Handgriff per Drehregler.

Aufrüstung mit Assistenzsystemen

Konnektivität ist das eine große Thema dieser Tage, das andere sind die Assistenzsysteme. Auch hier hat Seat ordentlich aufgerüstet – und das zum verhältnismäßig günstigen Preis: Der Abstandstempomat (300 Euro) funktioniert jetzt bis 210 km/h und die Front-Kamera (100 Euro) erkennt Verkehrsschilder deutlich besser. Zusammen ermöglichen sie neuerdings die Fußgänger-Erkennung, einen Notfallassistenten, der den Wagen vorsichtig anhält, wenn der Fahrer nicht mehr reagiert, und einen Stauassistenten. Bis 60 km/h folgt der Seat der Fahrspur und bremst bei Bedarf sogar bis zum Stillstand. Die Hände ganz vom Lenkrad zu nehmen erlaubt der Gesetzgeber aber immer noch nicht.

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