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Seat: Marktstart in China wird konkret

| Autor: Andreas Grimm

China ist für den Volkswagenkonzern inzwischen der „zweite Heimatmarkt“. Bislang fehlten im Produktangebot für den größten Automarkt der Welt allerdings noch die Seat-Modelle. Doch die Spanier drängen nach Fernost.

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Die Seat-Flagge soll ab 2021 im chinesischen Autohandel wehen.
Die Seat-Flagge soll ab 2021 im chinesischen Autohandel wehen.
(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Der geplante Markteintritt von Seat in China nimmt konkrete Formen an. Anlässlich des Besuchs einer chinesischen Regierungsdelegation in der Seat-Zentrale legte sich der spanische Autobauer fest, in zwei bis drei Jahren auf dem größten Automarkt der Welt zu starten. Im Zentrum der Überlegungen steht dabei der Verkauf von Elektrofahrzeugen.

Bereits vor knapp einem Jahr hatte Seat angekündigt, dem chinesischen Joint Venture JAC Volkswagen Automotive als weiterer Gesellschafter beizutreten, um künftig in China Autos zu bauen und zu verkaufen. In dem 2017 gegründeten Unternehmen haben der chinesische Autobauer JAC und VW China ihre gemeinsamen Aktivitäten im Bereich der Elektromobilität gebündelt.

Seat gehe einen wichtigen Schritt in Richtung Globalisierung, sagte Seat-Chef Luca de Meo laut einer Pressemitteilung. Mit diesem Schritt will sich der Autobauer auch unabhängiger von den gesättigten Märkten in Europa machen. Das Ausgreifen nach China gehe einher mit Investitionen in die Elektromobilität. Zentraler Baustein des Joint Ventures ist daher der Aufbau eines Entwicklungszentrums bis 2021, wo Batteriefahrzeugen und -komponenten entwickelt werden sollen.

Diess will Marktabdeckung in China verbessern

Der Entwicklungsplan für Seat sieht zudem vor, gemeinsam mit JAC eine Plattform für kleinere E-Autos zu entwickeln. „Gerade das Segment der kleineren E-Autos wächst rasant und bietet viel Potential“, sagte VW-Vorstandschef Herbert Diess. Er erwartet, dass der Marktstart von Seat die Marktabdeckung des Konzerns in China – dem laut Mitteilung zweiten Heimatmarkt des Konzerns –„deutlich vergrößert“.

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Neben der Elektromobilität investiert der Wolfsburger Autobauer in China in die Entwicklung neuer Mobilitätsangebote. Im Rahmen einer Partnerschaft mit der Metropole Hefei mit etwa acht Millionen Einwohnern sollen Anforderungen und Bedürfnisse an Mobilität in einer vollvernetzten Stadt getestet und entsprechende Angebote entwickelt werden. Auf diese Weise will Volkswagen neue Technologien, Geschäftsmodelle oder Produkte in einer vernetzten Smart-City-Umgebung testen und daraus Mobilitätsservices ableiten.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«