Service Award 2010: Servicebetrieb mit Anziehungskraft

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Für zusätzliche Erträge soll ein neues Geschäftsfeld sorgen: die Instandsetzung von Wohnmobilen und Transportern. „Auf einem unserer Bühnenarbeitsplätze können wir Fahrzeuge bis zu fünf Tonnen warten und reparieren“, erklärt der Betriebsinhaber. Außerdem sei der Transporterservice für ihn deshalb interessant, weil rund 60 Prozent der Fahrzeuge im Besitz von Kurierdiensten, Bau- und Fuhrunternehmen seien. Das sind Firmen, die in der Regel keine Wartungsverträge mit Automobilherstellern abgeschlossen haben und zum Service in eine freie Werkstatt fahren.

An die Besitzer von Wohnmobilen verteilt Markus Ruther seine Werbebriefe direkt auf den Campingplätzen oder lässt sie vom baden-württembergischen Camperclub an dessen Mitglieder verschicken. „Die Wohnmobil- und Transporterkunden suchen nach Preis- und Servicevorteilen. Und genau die bewerben wir in unseren Flyern“, betont der Unternehmer.

Werbung unterstützt Kundenbindung

Allein für die Neueröffnung am 26. September 2009 ließ er 21.000 Flyer drucken und in seiner Region an die Haushalte verteilen. Und weil das Event vor einem Jahr so erfolgreich war, möchte Markus Ruther jedes Jahr einen Tag der offenen Tür veranstalten. Aber auch mit der klassischen Anzeigenwerbung in Zeitungen und Wochenendblättern sowie im Internet will er sein Leistungsspektrum präsentieren und seinen Bekanntheitsgrad erhöhen. Ebenso wichtig wie die Werbemaßnahmen sind für den fabrikatsunabhängigen Unternehmer Instrumente zur Kundenbindung. Dazu zählen vor allem die Einlagerung der Kundenräder, die Mobilitätsgarantie, die Werkstattersatzfahrzeuge und die Reparaturfinanzierung.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 12 Bildern
  • Besonders stolz ist das Friedrichshafener Serviceteam auf die Dekra-Zertifizierung nach DIN ISO 9001:2008. „Das Qualitätsmanagement unterstützt uns im Fahrzeughandel, im Service und im kaufmännischen Bereich“, erläutert Markus Ruther. Das sogenannte Rep-Q-Standards-Konzept ist einer von vielen Leistungsbausteinen, die der Autofit-Partner von seinem Teilegroßhändler Trost erhalten hat.
  • Es soll nicht nur die Arbeitsabläufe in der Freien Werkstatt verbessern, sondern auch die Zufriedenheit und Loyalität der Kunden erhöhen. „Das größte Kompliment ist für uns, wenn sich die Werkstattbesucher bei uns wohlfühlen und wiederkommen“, wünscht sich der Inhaber. Das funktioniere aber nur mit einem motivierten Team und einem familiären Betriebsklima. Damit sich auch alle Servicemitarbeiter zur Ruther-Familie hingezogen fühlen, erhalten sie:
  • Regelmäßige Schulungen, um sich weiterzubilden,
  • Reduzierte Ersatzteilpreise für Reparaturen am eigenen Fahrzeug,
  • Kostenlose Arbeitsanzüge und Getränke.

Ein stets offenes Ohr für die Probleme der Mitarbeiter fördere den Familiensinn zusätzlich, weiß Markus Ruther und resümiert: „Im Gegenzug ist es für die Servicemitarbeiter auch keine Frage, Überstunden zu machen — zum Beispiel während der Umrüstzeit im Reifengeschäft.“

(ID:358100)