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Shell: Eigene Produktlinie für E-Fahrzeuge

Autor: Steffen Dominsky

Die Internationale Energieagentur prophezeit, dass bis 2040 bereits 280 Millionen Elektrofahrzeuge weltweit auf den Straßen unterwegs sein könnten. Um den Besitzern dieser Fahrzeuge, aber auch Automobilherstellern die Möglichkeit zu geben, ihre Autos zu schützen und leistungsfähiger zu machen, hat das Energieunternehmen sogenannte E-Fluids entwickelt.

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Spezielle „E-Fluids“ (Öle, Fette und Kühlflüssigkeiten) hat Shell nun für E-Fahrzeuge entwickelt.
Spezielle „E-Fluids“ (Öle, Fette und Kühlflüssigkeiten) hat Shell nun für E-Fahrzeuge entwickelt.
(Bild: Shell)

Shell hat eine neue Produktreihe von speziellen Kühl- und Schmierstoffen für Elektrofahrzeuge entwickelt. Diese soll dazu beitragen, die Leistung und Effizienz von batterieelektrischen Fahrzeugen zu verbessern. Die Reihe umfasst Getriebeöle für vollelektrische und hybride Antriebsstränge (E-Transmission Fluids), Kühlöle für Batteriezellen (E-Thermal Fluids) und speziell entwickelte Fette (E-Greases). Mit diesen speziellen Kühl- und Schmierstoffen reagiere man auf die wachsende Anzahl von Herstellern, die Elektroautos bauen, so der Energiekonzern. Ziel sei es, die Reichweite von E-Fahrzeugen zu erhöhen und die Akku-Lebensdauer zu verlängern.

An diesen Stellen kommen in E-Fahrzeugen Schmierstoffe zum Einsatz (zum Vergrößern bitte anklicken).
An diesen Stellen kommen in E-Fahrzeugen Schmierstoffe zum Einsatz (zum Vergrößern bitte anklicken).
(Bild: Shell)

Die neuen Produkte wurden von spezialisierten Schmierstoff-Wissenschaftlern aus Hamburg und Shanghai entwickelt. Die neuen E-Fluids von Shell sollen dabei helfen, die Emissionen eines E-Autos während seiner gesamten Lebensdauer zu reduzieren und diese gleichzeitig zu verlängern. Dabei müssen sie höheren bzw. anderen Anforderungen gerecht werden als Produkte für klassische Fahrzeuge. So kann z. B. das hohe Drehmoment eines Elektroautos zu Abnutzungserscheinungen führen, die bei herkömmlichen Fahrzeugen kein Thema sind. Zudem spielt bei E-Autos das Temperaturmanagement durch Flüssigkühlsysteme eine wichtigere Rolle, weil sich die Batterie beim Schnellladevorgang stark erhitzen kann.

Zudem wird Shell noch in diesem Jahr bundesweit 50 Hochleistungsladesäulen mit insgesamt 100 Ladepunkten an seinen Tankstellen errichten. Für diesen ersten Schritt seiner E-Mobilitätsoffensive hat das Unternehmen die EnBW Energie Baden-Württemberg AG als Partner gewonnen. Der Schwerpunkt liege dabei auf sogenannten „High Power Chargern“ (HPC) mit CCS-, CHAdeMO- und einem AC-Anschluss (Typ 2). Je nach Fahrzeugkonfiguration könnten dort zwei E-Fahrzeuge gleichzeitig mit 150 kW Strom für 100 Kilometer in rund sechs bis acht Minuten laden. Wenn nur ein E-Fahrzeug bei 300 kW lade, verringere sich die Ladedauer von Strom für 100 Kilometer auf lediglich drei bis vier Minuten.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group