Shell: Eigene Produktlinie für E-Fahrzeuge

Unternehmen unterstützt den Bau von Schnellladesäulen

| Autor: Steffen Dominsky

Spezielle „E-Fluids“ (Öle, Fette und Kühlflüssigkeiten) hat Shell nun für E-Fahrzeuge entwickelt.
Spezielle „E-Fluids“ (Öle, Fette und Kühlflüssigkeiten) hat Shell nun für E-Fahrzeuge entwickelt. (Bild: Shell)

Shell hat eine neue Produktreihe von speziellen Kühl- und Schmierstoffen für Elektrofahrzeuge entwickelt. Diese soll dazu beitragen, die Leistung und Effizienz von batterieelektrischen Fahrzeugen zu verbessern. Die Reihe umfasst Getriebeöle für vollelektrische und hybride Antriebsstränge (E-Transmission Fluids), Kühlöle für Batteriezellen (E-Thermal Fluids) und speziell entwickelte Fette (E-Greases). Mit diesen speziellen Kühl- und Schmierstoffen reagiere man auf die wachsende Anzahl von Herstellern, die Elektroautos bauen, so der Energiekonzern. Ziel sei es, die Reichweite von E-Fahrzeugen zu erhöhen und die Akku-Lebensdauer zu verlängern.

An diesen Stellen kommen in E-Fahrzeugen Schmierstoffe zum Einsatz (zum Vergrößern bitte anklicken).
An diesen Stellen kommen in E-Fahrzeugen Schmierstoffe zum Einsatz (zum Vergrößern bitte anklicken). (Bild: Shell)

Die neuen Produkte wurden von spezialisierten Schmierstoff-Wissenschaftlern aus Hamburg und Shanghai entwickelt. Die neuen E-Fluids von Shell sollen dabei helfen, die Emissionen eines E-Autos während seiner gesamten Lebensdauer zu reduzieren und diese gleichzeitig zu verlängern. Dabei müssen sie höheren bzw. anderen Anforderungen gerecht werden als Produkte für klassische Fahrzeuge. So kann z. B. das hohe Drehmoment eines Elektroautos zu Abnutzungserscheinungen führen, die bei herkömmlichen Fahrzeugen kein Thema sind. Zudem spielt bei E-Autos das Temperaturmanagement durch Flüssigkühlsysteme eine wichtigere Rolle, weil sich die Batterie beim Schnellladevorgang stark erhitzen kann.

Zudem wird Shell noch in diesem Jahr bundesweit 50 Hochleistungsladesäulen mit insgesamt 100 Ladepunkten an seinen Tankstellen errichten. Für diesen ersten Schritt seiner E-Mobilitätsoffensive hat das Unternehmen die EnBW Energie Baden-Württemberg AG als Partner gewonnen. Der Schwerpunkt liege dabei auf sogenannten „High Power Chargern“ (HPC) mit CCS-, CHAdeMO- und einem AC-Anschluss (Typ 2). Je nach Fahrzeugkonfiguration könnten dort zwei E-Fahrzeuge gleichzeitig mit 150 kW Strom für 100 Kilometer in rund sechs bis acht Minuten laden. Wenn nur ein E-Fahrzeug bei 300 kW lade, verringere sich die Ladedauer von Strom für 100 Kilometer auf lediglich drei bis vier Minuten.

Shell rüstet erste Tankstellen mit Ladesäulen für Elektroautos aus

Shell rüstet erste Tankstellen mit Ladesäulen für Elektroautos aus

13.05.19 - Bislang halten sich Tankstellen beim Bau von E-Ladesäulen zurück. Shell macht den Anfang und rüstet in Kooperation mit dem Stromkonzern EnBW zumindest einen kleinen Teil seiner Stationen mit Ladepunkten auf. lesen

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 46014513 / Service)

Plus-Fachartikel

Byton: „Ein digitales Erlebnis“

Byton: „Ein digitales Erlebnis“

45.000 Euro netto will das chinesische Start-up Byton für sein Elektro-SUV M-Byte verlangen. Nach dem Start in China Anfang 2020 soll das Auto ein Jahr später auch nach Europa kommen. Byton-Manager Andreas Schaaf erläutert die Pläne des Fabrikats. lesen

Caroobi: Räuber oder Robin Hood?

Caroobi: Räuber oder Robin Hood?

Caroobi schaltet sich immer häufiger zwischen freie Werkstatt und Endkunde. Aus Sicht der Berliner geschieht das nur zum Vorteil der Betriebe. Die künftigen Pläne des Start-ups erläutert Geschäftsführer Philipp Grosse Kleimann. lesen