Durchstarten 2021 „Sich auf die eigenen Stärken besinnen“

Autor / Redakteur: Wolfgang Michel / Viktoria Hahn

Bernhard Schmolck hat viel Geld in sein neues Skoda-Autohaus investiert. Weil zwei kleine Elektroteile fehlten, konnte er den Betrieb nicht wie geplant eröffnen. Und als es endlich so weit war, fehlten die Gäste. Dennoch blickt der Unternehmer positiv in die Zukunft.

Bernhard Schmolck, Geschäftsführer Autohaus Schmolck.
Bernhard Schmolck, Geschäftsführer Autohaus Schmolck.
(Bild: Autohaus Schmolck)

Redaktion: Wie würden Sie das allgemeine Stimmungsbild in Ihrem Unternehmen beschreiben?

Bernhard Schmolck: Das allgemeine Stimmungsbild in unserem Unternehmen ist nach wie vor positiv. Nach einer kurzen Phase im Frühjahr 2020, in der die Verunsicherung in allen Bereichen groß war, haben unsere Mitarbeiter alle an einem Strang gezogen und aus dieser schwierigen Zeit das Bestmögliche herausgeholt. Hier haben sich ein transparenter Umgang und die schnelle Kommunikation im Unternehmen bewährt. Trotz circa 20 Prozent weniger Neuwagenzulassungen im Gesamtmarkt konnten wir unsere Absatzzahlen bei Skoda-Neuwagen und bei der Vermittlung von Mercedes-Benz-Neuwagen im vergangenen Jahr steigern. Auch im Gebrauchtwagenbereich waren wir trotz der längeren Lockdown-Phase im Frühjahr auf Vorjahresniveau unterwegs. Im Service konnten wir uns – hauptsächlich durch das fehlende Unfallgeschäft – nicht auf dem Vorjahresniveau bewegen.

Welche Weichen müssen jetzt gestellt werden, damit Ihr Unternehmen die Schatten der Krise endgültig abschütteln kann?

Der Handel, die Hersteller und die Politik müssen die Digitalisierung in den Unternehmensprozessen, aber auch in vielen weiteren Bereichen des öffentlichen Lebens (Bildung, Gesundheitssystem etc.), weiter und zügig vorantreiben. Hier gibt es gerade im öffentlichen Bereich noch sehr starken Nachholbedarf. Eine große Herausforderung wird weiterhin der Spagat zwischen Pandemie und persönlichem Kontakt. Nach wie vor ersetzt nichts eine Beratung vor Ort oder den persönlichen Kontakt.

Über den Autor

 Wolfgang Michel

Wolfgang Michel

Chefredakteur »kfz-betrieb«