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Sixt Leasing geht an Hyundai Capital Bank

| Autor: Andreas Wehner

Sixt trennt sich vom Leasinggeschäft. Der Autovermieter verkauft seine Beteiligung von 41,9 Prozent an Sixt Leasing an die Hyundai Capital Bank. Das Gemeinschaftsunternehmen von Hyundai und Santander will seine Anteile an dem Leasing-Anbieter zudem noch erhöhen.

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(Bild: Sixt)

Sixt trennt sich endgültig von seiner Leasing-Tochter. Der Autovermieter verkauft seinen Anteil von 41,9 Prozent an Sixt Leasing an die Hyundai Capital Bank Europe, wie das Unternehmen am vergangenen Freitagabend mitteilte. Der Verkaufspreis beträgt 18 Euro pro Aktie. Daraus ergibt sich für Sixt ein Erlös von 155,6 Millionen Euro. Zudem steht Sixt noch die Dividende für das Jahr 2019 zu, die allerdings noch nicht beschlossen ist. Sie kann bis zu 90 Cent je Aktie betragen.

Sixt hatte seine Leasing-Tochter 2015 an die Börse gebracht. Die jetzige Veräußerung der restlichen Beteiligung sei ein „konsequenter strategischer Schritt“, sagte Konzernchef Erich Sixt. Der Autovermieter will sich den Angaben zufolge auf seine Aktivitäten im Geschäftsbereich „Mobility“, konzentrieren – also das Vermietgeschäft sowie neue digitale Mobilitätsdienste, für die das Unternehmen die Plattform „One“ ins Leben gerufen hat. Im Vordergrund stehe dabei die weitere Digitalisierung sowie insbesondere die internationale Expansion in den USA und Westeuropa.

Die Hyundai Capital Bank Europe ist ein Joint Venture des Autobauers Hyundai und der Santander-Bank. Das Unternehmen konzentrierte sich bislang vor allem auf das Geschäft mit den Marken Hyundai und Kia. Der Finanzdienstleister kündigte an, ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle weiteren Sixt-Leasing-Aktien abgeben zu wollen. Hyundai Capital könnte sich den Deal damit insgesamt rund 370 Millionen Euro kosten lassen.

Der Vollzug sei unter anderem davon abhängig, dass Hyundai Capital durch das öffentliche Übernahmeangebot eine Annahmequote von mindestens 55 Prozent aller Sixt-Leasing-Aktien erreiche – inklusive des von Sixt übernommenen Aktienpakets. Sixt rechne mit einem Vollzug des Verkaufs im zweiten Halbjahr 2020, heiß es in der Mitteilung.

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 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«