Sixt-Peugeot-Aktion: Große Resonanz und viel Ärger

Seite: 2/2

Nun hofft Peugeot, dass dies auch vor Ort ankommt. „Die Aktion sorgt für eine größere Sichtbarkeit der Marke und treibt die Kunden in die Showrooms der Peugeot-Händler“, ist Gaessler überzeugt. „Wer ein gutes, genau seinen Wünschen entsprechendes Angebot sucht, ist im Peugeot-Handel am besten aufgehoben.“ Doch ob die Strategie aufgeht oder ob die Kunden dann nochmals 15 Euro weniger zahlen wollen, weil sie auf den Handyvertrag verzichten, bleibt abzuwarten.

Händler fürchten Imageschaden für gesamte Marke

Ein kleiner Händler, der seinen Standort in einer ländlichen Region hat, versucht der Aktion etwas Positives abzugewinnen. „Ich sehe dies auch als Chance, dass mehr Kunden ins Autohaus kommen.“ Bislang sei dies allerdings nur bedingt der Fall gewesen.

Die Sorge der meisten Händler ist jedoch, dass das Markenimage darunter leidet. „Im besten Fall erhält nur der Peugeot 208 Ramschstatus, im schlechtesten Fall ist es die gesamte Marke“, bedauert ein Peugeot-Händler. Das in den vergangenen Monaten und Jahren mühsam erarbeitet Image drohe nachhaltig beschädigt zu werden.

Das sieht Peugeot-Deutschlandchef Gaessler anders: „Der Aufwärtstrend von Peugeot zeichnet sich klar ab, die aktuelle Auszeichnung ,Car of the Year 2017‘ für den 3008 unterstreicht dies ein weiteres Mal. Nach dem 308 in 2014 ist Peugeot zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren ausgezeichnet worden – die Produkte passen.“

Gaessler ist davon überzeugt, dass die Marke für solche Aktionen wieder stark genug ist, und will Marktanteile gewinnen. „Wir wollen gemeinsam mit dem Handel wachsen und nun mehr Fahrzeuge verkaufen. Dazu gehört aber auch mal ein Modell, das über andere Kanäle als die üblichen angeboten wird. Form und Umfang muss man prüfen.“ Der Handel muss sich also darauf einstellen, dass eine solche Aktion keine einmalige Sache war.

(ID:44583705)