Sixt schärft sein Auto-Abo nach

Autor: Jens Rehberg

Sixt kommt mit einem weiteren Langzeitmietkonzept um die Ecke. Vor allem in Sachen Flexibilität haben die Pullacher nochmal nachgelegt. Die Einpreisung macht es aber unwahrscheinlich, dass das sportliche Verkaufsziel erreicht wird.

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(Bild: Sixt)

Der Autovermieter Sixt macht ein neues Angebot in Sachen Langzeitmiete. Das Privatkunden-Abo „Sixt Plus“ setzt verstärkt auf Flexibilität: Anders als bei den bisherigen Angeboten soll die gebuchte Fahrzeugklasse jetzt innerhalb weniger Tage verfügbar sein, das Abo ist monatlich kündbar und es wird vom Kunden vollständig über eine App verwaltet.

Wie bei den meisten anderen Abo-Konzepten sind laut einer aktuellen Pressemitteilung des Vermieters auch bei Sixt Versicherung, Steuern, Zulassung sowie Servicearbeiten in der Basisrate enthalten.

Die für eine Buchung unverzichtbare Sixt-App wird vom Anbieter als „ganz einfach und unkompliziert“ bezeichnet. Nebenbei sind die Kunden allerdings dazu angehalten, hierüber monatlich ihren Kilometerstand an Sixt zu melden. Tun sie das nicht, werden erst 10 und ab dem zweiten Mal 20 Euro pro Versäumnis fällig.

Nicht so flexibel gibt sich Sixt, wenn die gekaufte Laufleistung vor Mietzeitende aufgebraucht ist – dann soll der Kunde das Auto laut AGB umgehend an einer der in 30 deutschen Städten verfügbaren Sixt-Plus-Stationen gegen ein Ersatzfahrzeug tauschen. Versäumt der Kunde das oder überschreitet er den vertraglich vereinbarten Kilometerstand um mehr als 100 Kilometer, werden 500 Euro fällig.

Auf Anfrage sagte eine Unternehmenssprecherin, man wolle mit „Sixt Plus“ im Restjahr 2020 noch eine Anzahl von Abschlüssen erreichen, die „im vier- bis fünfstelligen Bereich“ liege. Dabei setzt Sixt auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis – eine Aussage, die sich mit Blick auf die Details allerdings nicht so ganz nachvollziehen lässt.

Demnach rufen die Pullacher für einen Kleinwagen neben rund 200 Euro Startgebühr eine monatliche Rate von 350 Euro auf. Damit darf man allerdings maximal 500 Kilometer im Monat zurücklegen. Stockt man dies per Klick auf die „Extra“-Optionen auf 1.000 Kilometer Laufleistung auf, reduziert die Vollkasko-Selbstbeteiligung von 2.000 auf 500 Euro, lässt sich einen weiteren Fahrer genehmigen und will auf Navi sowie eine Mobilitätsgarantie nicht verzichten, zahlt man rund 540 Euro im Monat für einen Skoda Fabia. Den 3er BMW gibt's im Abo mit den genannten „Extras“ für knapp 900 Euro im Monat.

„Nutzen statt kaufen liegt voll im Trend“, behauptet Sixt. Die Pullacher bieten schon seit Längerem diverse Langzeitmietkonzepte an. Wie viele Kunden sich bislang für ein Auto-Abo von Sixt entschieden haben, wollte die Unternehmenssprecherin allerdings nicht sagen.

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