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Sixt-Werbung „Ab ins Gelände“ landet vor Gericht

Autor / Redakteur: dpa / Jens Rehberg

Weil die Sixt-Kundschaft die angepriesenen Miet-SUVs laut AGB gar nicht offroad fahren darf, hat die Wettbewerbszentrale das Unternehmen vor dem Münchner Landgericht verklagt.

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Sixt hat sich juristischen Ärger für eine Werbeaussage eingehandelt. Weil die Kundschaft des Vermietriesen die angepriesenen Miet-SUVs laut Geschäftsbedingungen gar nicht abseits der Verkehrswege im freien Gelände fahren darf, hat die Wettbewerbszentrale das Unternehmen vor dem Münchner Landgericht verklagt.

Richter Wolfgang Gawinski deutete bei der mündlichen Verhandlung am Donnerstag an, dass die Autovermietung sich darauf einstellen muss, künftig weniger vollmundige Werbesprüche zu formulieren. „Das ist nach momentaner Auffassung der Kammer nicht bloß eine werbeübliche Übertreibung“, sagte Gawinski.

Die Wettbewerbszentrale ist eine Selbstkontrollorganisation der deutschen Wirtschaft. Der entsprechende Streit mit Sixt läuft seit mehreren Jahren, zunächst vor der Industrie- und Handelskammer, seit vergangenem Jahr vor Gericht.

Urteil für den 5. März erwartet

Sixt wollte Mieter für teure SUV anlocken und hatte deswegen mit dem Spruch „Ab ins Gelände“ fürs Offroad-Fahren geworben. Auf Nachfrage der Wettbewerbszentrale stellte sich jedoch heraus, dass Offroad in diesem Fall nicht wörtlich zu verstehen ist.

Denn die Kunden dürfen nur auf öffentlichen Verkehrswegen fahren. Sixt weist den Vorwurf der Irreführung zurück, weil das Fahren auf Feld-, Wald- und Wiesenwegen erlaubt ist, sofern diese für den öffentlichen Verkehr freigegeben sind, wie der Sixt-Anwalt betonte. Das Gericht will sein Urteil am 5. März verkünden.

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