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Skoda Mountiaq: Ein Konzept fürs Gelände

| Autor: Andreas Grimm

Im Modellprogramm von Skoda ist noch viel Platz für Nischenprodukte. Eine Lücke schließt jetzt der Pick-up Mountiaq auf Basis des Kodiaq. Allerdings hat das Modell, das aus einem Nachwuchskräfte-Projekt entstand, für die Fans der Pick-up-Szene einen entscheidenden Haken.

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Das Skoda-Azubi-Car des Jahres 2019 ist ein Pick-up namens Mountiaq.
Das Skoda-Azubi-Car des Jahres 2019 ist ein Pick-up namens Mountiaq.
(Bild: Skoda)

In der Skoda-Zentrale erfreuen sich die Mitarbeiter derzeit am neuesten Modellentwurf der Tschechen, dem Pick-up Mountiaq. Doch das Concept Car wird wohl wie fünf seiner Vorgänger ein Einzelmodell bleiben. In den Vertriebsplänen des Konzerns ist das Modell derzeit für die Tschechen nicht vorgesehen. Entstanden ist es als Projekt der Skoda-eigenen Berufsschule für Maschinenbau in Mlada Boleslav.

Zum sechsten Mal haben die Nachwuchskräfte ihre Fantasie spielen lassen und in der Projektarbeit ein Skoda-Modell geschaffen, das es so noch nicht gibt. Mit Unterstützung der Skoda-Ingenieure und Mitarbeiter aus den Bereichen Technische Entwicklung, Design und Produktion haben sie in den zurückliegenden Monaten einen Skoda Kodiaq Scout in ein zweitüriges Pick-up verwandelt. Gut 2.000 Arbeitsstunden flossen nach Angaben des Autobauers in das Projekt.

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Der im eigens entworfenen Farbton „Sunset Orange“ lackierte Mountiaq zieht mit zahlreichen optischen Highlights die Aufmerksamkeit auf sich. Darunter ist eine Lichtleiste auf dem Dach, die markante Frontpartie mit Seilwinde, Rammschutz und speziellen Lichteffekten. „Der Name Mountiaq bringt Abenteuerlust und die einzigartigen Offroad-Eigenschaften des kraftvollen Pick-ups zum Ausdruck. Ich bin unglaublich stolz, dass ich bei diesem einmaligen Projekt mitwirken durfte“, sagt Petr Zemanec, einer der beteiligten Auszubildenden.

Inzwischen ist das Modell bereits für den Einsatz abseits der Straßen erprobt. Die Projekt-Crew hat die Bodenfreiheit des fast fünf Meter langen Pick-ups gegenüber dem Kodiaq Scout um rund zehn Zentimeter erhöht. Das erreichten sie unter anderem durch die 17-Zoll-Räder Rockstar II und Reifen mit extra hohem Offroad-Profil. Der Radstand der Studie beträgt 2.788 Millimeter. Angetrieben wird der Pick-up von einem leistungsstarken 2,0-TSI-Benzinmotor mit 140 kW / 190 PS.

Der Mountiaq fällt vor allem durch seine Karosserie, das hochgezogene Ansaugrohr, eine Lichtleiste auf dem Dach sowie eine Seilwinde und einen Rammschutzbügel an der Front auf. Weitere Highlights des Azubi Cars 2019 sind die beleuchtete Ladefläche und das darunter versteckte Staufach.

Ratschläge vom Chef-Designer

Die Auszubildenden im Alter von 17 bis 20 Jahren, sechs junge Frauen und 29 Männer, konnten in dem Praxisprojekt während der Lehrzeit ihr Talent als Fahrzeugentwickler unter Beweis stellen. In einer frühen Phase der Ausbildung durften die Projektteilnehmer in der Zentrale des Skoda-Designs in Mladá Boleslav Chefdesigner Oliver Stefani und seinem Team über die Schulter schauen und fertigten dort unter genauer Anleitung erste eigene handgezeichnete Skizzen an.

Seit 2014 entsteht jedes Jahr ein neues Konzeptfahrzeug. Das erste Azubi Concept Car war der Citijet auf Basis des Kleinwagens Citigo, gefolgt vom Fabia-Pickup Funstar. Der Rapid Spaceback stand Pate beim Aufbau des Coupés Atero. 2017 entstand wieder auf Basis des Citigo das elektrische Azubi Car Element, im Jahr 2018 bauten die Azubis mit dem Sunroq eine Cabrioversion des Skoda Karoq.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«